Die ophthalmoskopischen Lichtreflexe der Netzhaut : nebst Beiträgen zur normalen Anatomie der Netzhaut / von Friedrich Dimmer.
- Friedrich Dimmer
- Date:
- 1891
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Credit: Die ophthalmoskopischen Lichtreflexe der Netzhaut : nebst Beiträgen zur normalen Anatomie der Netzhaut / von Friedrich Dimmer. Source: Wellcome Collection.
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![Der Ort des Flammenbildes hat sich aber nur sehr wenig geändert; das- selbe liegt jetzt etwas mehr nasalwärts. Betrachten wir Fig. 3 und Fig. 4, so werden wir sehen, dass auch bei convergent auf die Retina gelangenden Strahlen die Verhältnisse ganz ähnliche sind, sobald die Strahlen in der vorher erwähnten Weise schief in das Auge fallen. Immer wird beim Einfalle des Lichtes von der einen Seite ein Theil der zu dem an derselben Seite liegenden Ende des Flammen- bildes gehenden Strahlen abgehalten, während das entgegengesetzte Ende des Flammenbildes eine weit grössere Lichtstärke hat. Nun kann aber auch eine Schrägheit des Strahleneinfalles auf eine andere Weise bewirkt werden. Der Spiegel und das Auge wären so zu einander gelagert, dass das Licht in der Richtung der optischen Axe des Auges eintreten würde. Das optische Gentrum der Conv ex linse ■ -f b » f — =~~ T~ —^oi i r—] Fig. 7. sei aber nach der Seite, beispielsweise nach der temporalen Seite verschoben. FF (Fig. 7) ist das verkehrte, vom Spiegel erzeugte Flammen- bild, 0 das optische Centrum der Linse; bce sei die verlängerte optische Axe des Auges. Der von der Mitte des Flammenbildes FF, von b aus- gehende, in der verlängerten optischen Axe des Auges verlaufende Strahl bc wird durch die Linse L nach d gebrochen. Er trifft in f die Haupt- ebene des Auges (wiederum beide Hauptebenen in eine zusammenfallend und 2*0 mm hinter dem Hornhautscheitel liegend gedacht). Von dort wird dieser Strahl durch den dioptrischen Apparat des Auges in seiner Richtung so verändert, dass er nach g auf die Retina gelangt. 1*1 mm davor liegt die Mitte des Flammenbildes F2 F3. Dasselbe ist jetzt etwas temporalwärts verschoben und auch hier besteht ein Unterschied in der Beleuchtung desselben, insofern als nach F3 weniger Strahlen gelangen, als nach F2. Doch ist dieser Unterschied bedeutend geringer als bei Fig. 6. Auch bei parallelem Strahleneinfalle kann die Richtung und Menge des zur Retina gelangenden Lichtes durch eine Aenderung der Lage des Spiegels und der Convexlinse alterirt werden.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2128572x_0036.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)