Abhandlungen zur Physiologie der Gesichtsempfindungen aus dem physiologischen Institut zu Freiburg i. B / herausgegeben von J. von Kries.
- Johannes von Kries
- Date:
- 1902
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Credit: Abhandlungen zur Physiologie der Gesichtsempfindungen aus dem physiologischen Institut zu Freiburg i. B / herausgegeben von J. von Kries. Source: Wellcome Collection.
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![0. Polimanti. |XIX.2fifi| daher in der jetzt Bast allgemeii] benutzten Weise die BTMie der Linse von' einem homogenen Licht erleuchtet. Das CölM- ■ W- Ii! Figur 1. Schema der Versuchsanordnung. matorrohr sammt Spalt und Triplexbrenner sind in der Weise beweglich, dafs das Spectrum über den Ocularspalt hingeführt werden, somit die sichtbar gemachte Wellenlänge variirt werden kann. Die Stellung des Collimatorrohres kann an einer Skala mit Nonitis abgelesen werden, so clafs jedes gewünschte Licht leicht eingestellt werden kann. Auch hier geht natürlich der Be- nutzung des Apparats eine Graduirung in der Weise voraus, dafs an Stelle des Triplexbrenners eine mit Lithium, Natrium, Thallium oder Strontium leuchtend gemachte Bunsenflamme gebracht wird und man die Stellungen des ColHmators ermittelt, bei denen die Metalllinien in der Mitte des Ocularspalts stehen. Auch ist der Abstand des Ocularspalts mit Sorgfalt so herzu- stellen, dafs die reellen Bilder der Linien genau in die Ebene des Spalts fallen. Zur Ausführung der Flimmerbeobächtungen wurde nun vor der Objectivlinse eine Scheibe Seh aufgestellt, die in Rotation versetzt werden konnte und die in einer den Durchmesser der Linse noch etwas übertreffenden Zone 4 Ausschnitte von 4ö besafs. Das weifse Licht, welches die Scheibe an ihrer dem Beobachter zugekehrten Seite reflectirte (weifses Cartonpapier im gewöhnlichen Tageslicht), wechselte demnach bei jeder Um- drehung vier Mal mit dem die Linsenfläche erleuchtenden ho- mogenen Lichte ab. Selbstverständlich ■ mutete dieser Licht- wechsel auf ein nicht zu grofses scharf begrenztes Feld be- schränkt werden. Aus diesem Grunde wurde in kleinerem Ab- stand (ca. 5 cm) vom Ocularspalt nochmals ein weifses Cartonblatt aufgestellt, das mit einer Oeffnung von 2 mm Durchmesser ver- sehen war (D). Die Ränder dieser Oeffnung erschienen scharf, nachdem dem Ocularspalt ein schwaches, als Lupe wirkendes Convexglas vorgesetzt war. Es wurde dadurch zugleich er-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21640622_0_0092.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)