Das Mikroskop und die mikroskopische Technik : ein Handbuch für Ärzte und Studirende / von Heinrich Frey.
- Heinrich Frey
- Date:
- 1865
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Credit: Das Mikroskop und die mikroskopische Technik : ein Handbuch für Ärzte und Studirende / von Heinrich Frey. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Zur Verdünnung dient ein Gemisch, bestehend aus '/, Unze Glycerin, 2 Drach- men gewöhnlichem Alkohol und ü Drachmen Wasser. 5) Weisse Masse. Da ich für kaltflüssige Injektionen einen dritten transparenten harbcstofF bisher nicht auffinden konnte , bediente ich mich einer opaken Masse des Schwe- felsäuren Baryt. DieMa.sse ist, wie bemerkt, höchst feinkörnig und gestattet eine Verbindung mit einem Blau, wenn man Arterien und Venen besonders mji- ziren will. Ich benützte das folgende Verfahren : Aus einer kalt gesättigten Lösung von 4 Unzen Chlorbaryum wird wiederum durch Zutröpfeln von Sclnvefelsäiire das Salz ausgefällt. Nach längerem (12 bis 2 lstündigem) Stehen in einem hohen Glascylinder hat sich dieses an dem Boden des Gefässes abgesetzt. Man giesst nun ungefähr die Hälfte der wieder klar ge- wordenen Flüssigkeit ab und verbindet den Rest, wohl aufgeschüttelt, mit einem Gemisch von je 1 Unze Alkohol und Glycerin. Die betreffenden Massen — wir wiederholen es — sind durch grosses Diirch- dringungsvermögen ausgezeichnet, so dass wir sie bei Injektionen von Lymph- bahnen und Drüsenkanälen allen Leimsubstanzen vorziehen. Lbeiiso haben sie darin, dass sie Monate lang ohne Veränderung auibewahrt werden können , dass sie somit augenblicklich zur Hand sind, einen ausserordentlichen Vorzug. Man bewahrt sie in kleinen Flaschen mit gut schliessenden Glasstöpseln auf, giebt bei der Injektion in ein Porzellanschälchen die erlorderliche Menge und alles ist zur Eins2)ritzung vorbereitet *). Nachdem wir die Injektionsmassen, sowie deren Zubereitung kennen gelernt haben, gehen wir nun zu den übrigen A^iparaten und dem Akte des Inji- zirens selbst über. Jeder, welcher häufig das Verfahren anwendet, Avii'd mit uns darin übereinstimmen, dass man mit sehr einfachen Einrichtungen hier aus- rcicht. Ehe wir jedoch das wichtigste und am meisten geübte Injektionsverlahren, dasjenige mit der Spritze nämlich, erörtern, w'ird es nothwendig, vorher erst einiger anderen Methoden der Neuzeit zu gedenken , welche nach fremden und eigenen Erfahrungen leicht und mit Erfolg geübt w'crden können und zweitel.s- ohne in der Folge zu manchen Erweiterungen unseres Wissens führen dürften, — wir meinen die S e 1 b s t i n j e k t i o n des lebenden Thier es xind die Füllung unter einem konstanten Druck. Der Gedanke, dem lebendigen Thierkörper durch Oetfnen einer Vene eine bestimmte Menge Bhit zu entnehmen und dieselbe durch eine unschädliche, stark *, Ich habe in noue.ster Zeit bei Injektionen von Drüsengängen (Harnkanälchen und Gallennetzen,, ebenso von Lymphbahnen mit Vortheil lösliches Berliner Blau, einfach mit Wa.sser liereitet, benützt. 10 Gran schwefelsaures Eisenoxydul gelöst in einer UnzeAVasser, Gran rothes Blutlaugensalz in einer zweiten und beide in vorsichtiger Weise vereinigt 's. oben) , geben eine gute Flüssigkeit. Sind die zu füllenden Gänge sehr fein, so nehme man die do])])elle Menge beider Salze auf je 1 Unze. Wenn man will, so kann man Glycerin heifügeTi. Ein brauchbares rothes Gemisch ist das von Kollmann empfohlene. I Gramme Karmin wird in wenig Wasser mit 15 — 20 Tropfen konzentrirten Ammoniak gelöst und ij^it 20 Kein. Glycerin verdünnt. AVT'itere 20 Kein. Glycerin werden mit IS bis 20 'l’ropfen starker Salzsäure versetzt und der Karminlösung vorsichtig unter starkem Schütteln zugefügt. Zur Verdünnung giebt man nachträglich etwa -10 Kein. M'asser bei.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24990413_0115.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)