Das Mikroskop und die mikroskopische Technik : ein Handbuch für Ärzte und Studirende / von Heinrich Frey.
- Heinrich Frey
- Date:
- 1865
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Credit: Das Mikroskop und die mikroskopische Technik : ein Handbuch für Ärzte und Studirende / von Heinrich Frey. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Spritze auf und bringe den Stempel für einen lialben oder ganzen Tag in Wasser. Dann ist die hinreichende Quellung wieder eingetrelen , und mit Talg abgerieben erfüllt der Kolben seinen Dienst aul’s Neue. Harzige Massen haben allerdings das Unbequeme, zeitraubendere Reinigungen der Spiütze zu eriordern. Auch die Kanülen werden nach beendigtem Verfahren mit Wasser gereinigt und auf einer warmen Platte stehend getrocknet. Zur Offenhaltung stärkerer Röhrchen ist niclits weiter erforder- lich. In feine und feinste führe man aber, so- bald sie gereinigt sind, einen dünnen Silber- draht ein, da man ohne diese Vorsichtsmaass- regel hinterher den engen Gang verstopft, d. h. verrostet findet und oft alle nachherigen Ver- suche erfolglos bleiben. Wer viel injizirt, bedarf ein paar derar- tiger Spritzen. Ebenso ist zur Füllung au.sge- dehnter Gefässbezirke eine grössere Spritze, Velche etwa den doppelten Inhalt jener kleinen Instrumente fasst, sehr bequem, da das Ab- setzen und nachherige neue Füllen immer eine unangenehme Prozedur ist und dem Anfänger gerade beim Abnehmen der Spritze von der Kanüle und beim Wiedereinsetzen Unglücks-, fälle leicht zu begegnen pflegen. Die Röhrchen selbst bedürfen keiner flü- gelförmigen Ansätze, wohl aber zum bequeme- ren Anfassen eines gekerbten Randes. Man hat ihrer bei häufigem Arbeiten wenigstens ein Dutzend nöthig; besser ist ein noch grösserer Vorrath von dem verschiedensten Kaliber, von etwa 2 Mm. Mündung bis zur kapillaren Fein- heit hei'ab. Für starke Gefässe bediene ich mich neusilberner; die feinsten sind von Eisen- blech und darum leider vergänglicherer Natur. Die ührigen Vorrichtungen bestehen in wohl gewich.stein, starkem Seidenfaden (mehreren Sorten), in einigen gekrüinmten und praden Nadeln, in ein paar feinen Scheeren und gew'öhnlichen Pinzetten, sowie in einigen Schieberpinzetten für mögliche Zufälle. Zum Injiziren kalfflüssiger Massen reicht dieses in Verbindung mit kaltem Wasser aus. Zu lioiminjektionen bcdarl man noch eines Kessels mit heissem Wa.sser und eines doppelten AVasser— bades, gewöhnlicher tiefer, kupferner Schalen, die man mit warmem Wasser füllt und durch eine darunter brennende Weingeisllamiic in hoher Temperatur erhält. Sie dienen zur Aufnahme der Schalen mit dem Leime. Niemals erwärme man die r,eimma.ssc über freiem h'cuer! Zum Einlegen der warm oinzus])ritzcndcn Organe oder Thierkörper sind längliche Plechkasten mit divergenten ^Vnndungen und einer nahe dem Roden angebrachten, durch einen Mahn zu verschliesscnden Abflussröhre zweckmässi»:. Pig. 57. Die Injektionsspritze 1. n. Die Riihre, mit den vorspringenden Rändern 6 u. c rfeun» bequemeren Halten dienend) und dem abzu- schraubenden Deckel /; d Stempel mit dom Handgriffe e] g die Oeffniing (Mundstück) der Spritze, von einem Seidenfaden umwi- ckelt. 2 u. 3 Kauülen feinster Art,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24990413_0119.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)