Das Mikroskop und die mikroskopische Technik : ein Handbuch für Ärzte und Studirende / von Heinrich Frey.
- Heinrich Frey
- Date:
- 1865
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Credit: Das Mikroskop und die mikroskopische Technik : ein Handbuch für Ärzte und Studirende / von Heinrich Frey. Source: Wellcome Collection.
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![und wird zu ihrem Gebrauelie ein Gestell, welehes sie trägt, erlordcrlich, so cr- giebt beides vereinigt das e i n fach e M i k r o s k o p« Pks versteht sich von selbst, dass cs eine scharte Grenze zwischen beiderlei Instrumenten nicht giebt, indem mau auch schwache Sammellinsen an dem Stativ befestigt und manniehtache soge- nannte Lupenträger existiren. • Man besitzt selir verschiedenartige Lupen, über welche wir aut ausführlichere Schriften verAveisen müssen. Ihr Werth und ihre Anwendung für die Natur- forschung sind ebenfalls allzubckannt, als dass wir nöthig hätten, davon weiter zu sprechen. Eine gute, etwa 10—15 Mal vergrössernde Lupe ist unentbehrlich. Das einfache Mikroskop von PnOssL in W i e n erblicken wir in Eig. 5; Eine metallene Stange (ff) trägt in halber Höhe eine im Centrum durchbohrte horizontale Platte , den sogenannten Tisch des Mikroskops (i). Dieser kann durch das Triebwerk [c] höher und tiefer gestellt wer- den. Zur Erleuchtung des auf der Tischplatte ruhenden IJntersuchungsobjektes dient der unterhalb jener angebrachte bewegliche Spie- gel {/). Will man den Gegenstand nicht bei durchtallendem, sondern bei auffallendem Lichte , nach der Art unseres gewöhnlichen Sehens, durchmustern, so wird der Sjiiegel ausser ^Virksamkeit gesetzt oder eine un- durchsichtige Platte auf den Tisch gelegt. Der am oberen Ende der Stange befindliche horizontale Arm (rZ) trägt das vergrössernde Glas, die Linse (e). Sie kann aus der Oeff- nung des Armes herausgenommen und durch eine andere ersetzt werden. Ebenfalls eine ganz zweckmässige Eorm besitzt das einfache Mikroskop von Naciikt in Paris (Fig. 6). Die Bew’egung geschieht durch ein Triebwerk, welches die Linse höher oder tiefer stellt, im Gegensätze zum PnössL’schen Stativ, wo der Tisch auf und nieder geht. Zwei herabgebogene Ansatzplatten an letzterem dienen zum Auf- legen der Hände bei der Präparation. Zur Fixirung des Objektes besitzen beide Instru- mente Klammern auf dem Tisch. Das einfache Mikroskop ist als Präparir- instrument noch heutigen Tages dem Natur- forscher ein ganz unentbehrliches Werkzeug. Es kommt jedoch für wissenschaftliche l'nter- suchungen gegenwärtig wenig oder fast gar nicht mehr zur Verwendung. Verbindet man die vergrösscrnile Linse des einfaclien Mikroskops mit einer darüber be- findlichen llöhre, so wird, wenn der Gegenstand sich etwas ausserhalb des 13renn[)unkles der Pig. 6. Einfaches Mikroskop von Nachot.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24990413_0017.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


