Das Mikroskop und die mikroskopische Technik : ein Handbuch für Ärzte und Studirende / von Heinrich Frey.
- Heinrich Frey
- Date:
- 1865
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Credit: Das Mikroskop und die mikroskopische Technik : ein Handbuch für Ärzte und Studirende / von Heinrich Frey. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![gesetzten Mikro.sko|)s tällt dagegen in eine beträchtlich .spätere Tjpoclie. Ks unter liegt wohl keinem Zweitel mehr, dass ein cinlacher liolländisclier Drillenschleifei, Zach.^rias Jansskn in Middelburg, wahrscheinlich um das Jahr l.byu das erste derartige Instrument hcrgestellt hat. Ohne hinreichende Degriindung sind von andern Seiten der Niederländer Counkmus Dkkbbkl, GaIjIbi.i und ein andeiei Italiener, Toxxaxa , als 1‘lntdccker genannt worden. Mit gewohnter Sorglplt hat vor einigen Jahren Hartinc; diese ErfindungstVage untersucht. Die ältesten zusammengesetzten Mikroskope w'aren aber sehr unvollkom- mene, mit den grössten optischen Mängeln behaftete Instrumente. Jene l'nVoll- kommenheiten machten sich schon bei schwächern Vergrösserungen lühlbar genug und erreichten in rascher Progression bei etwas stärkeren Gläsern eine solche Ausdehnung, dass das Ganze geradezu unbrauchbar wurde. Um dieses einzusehen , müssen wir uns einige bekannte Sätze der Uioptrik in das Gedächtniss zurückrufen. Mit dem Namen des O e f f n un gs winkel s der Linse bezeichnet man den ^Vinkel, welcher durch den Eokus und die beiden Endpunkte des Linsendurch- messers erhalten w'ird. So ist {ij'h der üeffnungswinkel un- .serer Eig. 8. Nur so lange dieser Winkel klein bleibt, gelangen die Rand- undOen- tralstrahlen w'irklich in einem Punkte wieder zur Vereini- gung (was w'ir bisher der grösseren Einfachheit wegen immer ohne Weiteres angenommen hatten). Ist der üeffnungswinkel gi-össer , so erfahren nur die der Axe [A] parallel nahe durch die Mitte der Linse tretenden Licht.strahlen [B B) die Vereinigung in dem Brennpunkte F, während die dem Linsenrande näher verlaufenden Strahlen [CC] eine stärkere Brechung erleiden und schon in f ihren Brennp\inkt finden. Man bezeichnet diese Eigcnthümlich- keit der Brechung mit dem Namen der sphärischen Aberration. Fangen wir mit einer solchen Linse das Bild eines kleinen leuchtenden Körpers auf, so erhalten wir in /''das durch die CeiUi'alsti'ahlen entworfene Bild. Dasselbe ist aber nicht scharf, sondern von einem Lichthofe umgeben, welchen die wieder divergenten Randstrahlen liefern.' Bringen wir eine von kreisförmiger Oeffnung durchbohrte dunkle Scheibe, eine sogenannte Blendung DD an, so gewinnen wir, indem die Randstrahlen wegfallen, ein zwar deutliches, aber licht- .schwaches Bild bei F; ebenso bei f, wenn wir die Centralstrahlen abblenden und somit den Randstrahlen allein den Durchgang durch die Linse gestatten. Jene ringförmigen Blendungen finden zur Verbesserung der Bilder in der praktischen Optik die grösste Verwendung. Ein zweiter, nicht minder fühlbarer Uebelstand bei dem Gebrauclie derartiger Linsen ist die sogenannte c h r o m a t i s c 1\ e Ab e r r a t i o n derselben. Ein Stralil weissen Lichtes Fig. 'J B oder C wird beim Durchtritt durcheineSammellin.se nicht als ein Ganzes gebroclien , .sondern in Strahlen von verschiedener Farbe zerlegt, welclie in der Richtung der Hrecliungsebcne eine verschieden starke Ablenkung erleiden und so einen hächer bilden, an dessen einem Rande der am .stärksten](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24990413_0019.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)