Das Mikroskop und die mikroskopische Technik : ein Handbuch für Ärzte und Studirende / von Heinrich Frey.
- Heinrich Frey
- Date:
- 1865
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Credit: Das Mikroskop und die mikroskopische Technik : ein Handbuch für Ärzte und Studirende / von Heinrich Frey. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by Royal College of Physicians, London. The original may be consulted at Royal College of Physicians, London.
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No text description is available for this image![cliromsaurcs Kali — können zwecknia.ssig mit ihm verbunden werden , wie es dann noch einen llestandtheil kalter Injektionsgemische bildet (s. u.) und end- lich das beste Fluidum für bleibenden feuchten Einschluss der meisten Gewebe darstellt. .Unendlich häufig kommen heutigen Tages chemische lleagenticn bei den mikroskopischen Beobachtungen zur Verwendung, und die Zahl derselben, wel- che für verschiedene histologische und ärztliche Zwecke erforderlich sind, ist keine geringe. Sie sind die gleichen, welche für zoochemische Arbeiten überhaupt ge- braucht werden. Ihre Anwendung bei mikroskopischen Untersuchungen findet zunächst statt, wenn wir über die Natur amorphen und krystallinischer Niederschltige , über die Beschaffenheit von Elementarkörnchen, über die Konstitution der Gewebeele- mente in’s Reine kommen wollen. Zu diesen Prozeduren bediene man sich der gewöhnlichen Lösungen, natürlich aus einer zuverlässigen Quelle. Ihre Verwen- dung erfordert aber in Hinsicht des Mikroskops grosse 'S'orsicht, will man anders dasselbe nicht bald Noth leiden sehen. Wir wiederholen deshalb schon früher gegebene Vorschriften. Jedes Eintauchen der Linsen ist auf das Sorgfältigste zu vermeiden. Man bediene sich nur schwächerer, mit grösserer Brennweite verse- hener Systeme und man verwende als Deckplättchen möglichst grosse, breite Glä- ser. Auch die Objektträger sollten nicht allzu schmal sein, um ein Abflicssen auf den Tisch des Mikroskops zu vermeiden. Diesen pflege ich mit einer gleich grossen, an den Rändern abgeschliftenen Glasplatte ganz zu bedecken, eine Vor- sichtsmaassrcgcl, welche ich einem Jeden, dem Schonung seines Instrumentes am Herzen liegt, sehr ancmpfehlen möchte. Besteht, wie dieses an einzelnen älteren Mikroskopen der Fall i.st, der Objekttisch aus einer mattgeschliffenen schwarzen Gla.splatte, so ist dieses für chemische Beobachtungen sehr bequem. Das Reagens wird entweder mittelst eines zugespitzten Glasstäbcbens ein- fach dem mikroskopischen Präparate zugesetzt , indem man entweder das Deck- gläschen vorher abnimmt, oder jenes von dem Rande des letzteren aus zum Ge- genstände ein.strömen lässt, oder man lä.sst cs langsam zutreten, um die Reihen- folge der Umänderungen während der Wirkung jenes zu beobachten. Man kann einen Leinwandfaden, dessen eines Ende vom Deckgläschen bedeckt wird, zur Einleitung benutzen, oder zwei an den entgegengesetzten Rändern angebrachte, ganz schmale Streifchen Löschpapier, deren eins die alte Flüssigkeit aufsaugt, während das andere neue einführt, wobei indessen der Zutritt des Reagens schon stärker und energischer sich gestaltet. Wichtiger äls diese momentane Benutzung chemischer Hülfsmittel ist die über längere Zeit sich erstreckende Verwendung derselben als Erbärtungs-, Kon- servations- und Mazerationsfiü.ssigkeiten, das oft Stunden, ja Tage lang dauernde Verweilen thicrischer Theile in der Lösung. Die neuere Zeit hat sich dieser Me- thoden sehr fleissig bedient, und das Meiste, was in den letzten Jahren zur Kenntniss der Gewebe etc. des menschlichen Körpers gewonnen worden ist, ver- dankt man jenen. Ihre Ausbildung sollte daher jedem Forscher möglichst ange- legen sein. Die Anwendung aber erfordert ein exaktes Verfahren. Mache man sich vor allen Dingen voir jenem Schlendrian frei, ein Gewebe eben nur in Essig- säure, in Schwefelsäure, in Kali- oder Natronlauge zu bringen, unbekümmert, wie stark jene Lösungen sind,|wie]^viel das ’N’^olumcn des eingelegten Stückes und](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24990413_0082.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)