Die Erkrankungen der Nebennieren und ihre Folgen (1855) / Thomas Addison ; zum ersten Male in deutscher Übersetzung herausgegeben und eingeleitet von Erich Ebstein.
- Thomas Addison
- Date:
- 1912
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Credit: Die Erkrankungen der Nebennieren und ihre Folgen (1855) / Thomas Addison ; zum ersten Male in deutscher Übersetzung herausgegeben und eingeleitet von Erich Ebstein. Source: Wellcome Collection.
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![Skizzieren wir kurz den Lebenslauf Addisons^): Thomas Addison (1793—1860) wurde in Long Benton bei Newcastle- on-Tyne im April 1793 geboren. Sein Vater, Joseph Addison, ein kleiner Kaufmann, gehörte einer Familie an, die seit langer Zeit in Lanercost in Cumberland saß. Thomas, der jüngste von den Söhnen, erhielt in Newcastle eine gute Erziehung in der Schule und ging auf die Universität nach Edinburg und wurde dort am 1. August 1815 mit der Dissertation „De Syphilide*‘ zum Dr. med. promoviert. Darauf kam er nach London, wurde Hausarzt im Lock Hospital, wo er sich das Studium der Hautkrankheiten unter Bateman (1778—1821) angelegen sein ließ. Obschon Addison die Doktorwürde be- kleidete, trat er um das Jahr 1820 als Schüler in das Guy’s Hospital ein, mit dessen Namen er als Arzt und Lehrer 37 Jahre lang in enger Verbindung stand. Auf den dortigen medizinischen Abteilungen übte er einen hervorragenden Einfluß aus. 1824 wurde Addison Assistant Physician und las 1827 über Materia medica und publizierte zusammen mit John Morgan: „An essay on the operation of poisonous agents upon the living body“ (London 1829) und „Observations on the disorders of females with uterine irritation“. In dieser Position zog er eine Menge von Schülern an sich, und wurde 1837 zum Full - Physician am Hospital und teilte sich mit Bright (1778—1858) in die Vorlesungen über praktische Medizin. Von beiden Autoren herausgegeben, erschienen: „The Elements of the practice of medicine“ (Vol. I, London 1839): jedoch ist wahrscheinlich, daß in diesem ersten und einzigen Bande der größte Teil, wenn nicht alles, aus Addisons Feder stammt. In seiner Krankenhaustätigkeit wurde Addison bald rühmlichst bekannt durch seinen bemerkenswerten Eifer in der klinischen BeobachtuDg sowohl, als auch in der pathologisch*anatomischen Ausbildung. Er erwarb sich auf diese Weise einen hervor- ragenden Ruf als klinischer Lehrer, und trug vielleicht mehr als irgend einer seiner Kollegen zum Ruhme des Guy’s Hospital als 1) Munks Roll of the Royal College of Physicians 2nd edition III, S. 205 (London 1878). — Biographie vor der New Sydenham Society Collection. London 1868. — Lonsdales Worthies of Cumberland (London 1873). — J. F. P[ayne]. Dictionary of National Biography. Bd. 1 (London 1885), S. 133 f. — A. Hirsch, Biograph. Lexikon. Bd. 1 (1884), S. 56 f. — Medical Times and Gazette 1860. — Greenhows Lectures on Addisons Disease. British med. Journal 1875, I, 301.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28136366_0011.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


