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Credit: Chemie der Eiweisskörper / [Otto Cohnheim]. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![einen Streifen violettwärts von der D-Linie, der über diese weg bis ins Rot gebt4). Die beiden letzteren decken sich wieder mit dem Oxyhämoglobinstreifen, v. Zeynek hat das Methämoglobin m alka- lischer Lösung spektrophotometrisch untersucht; das Absorptionsver- hältnis, an der gleichen Stelle gemessen wie beim Oxyhämoglobin, ist 1,185; das Absorptionsvermögen des Methämoglobins ist also wesent- lich geringer als das des Oxyhämoglobins, was bei Blutuntersuchungen unter Umständen zu berücksichtigen ist. Über das Photomethämoglobin s. u. beim Cyanmethämoglobin. Das Acidh am o gl obin. Wenn Säuren auf Hämoglobin ein wirken, so wird dasselbe zerlegt; durch stärkere Säuren oder bei längerer Einwirkung zerfällt es in Hämatin und Globin. Durch vorübergehende Wirkung schwacher orga- nischer oder äußerst verdünnter Mineralsäuren entsteht dagegen zu- nächst ein Zwischenprodukt, das Acidhämoglobin. Diese Tatsachen sind bereits von Hoppe-Seyler2) und Stokes beobachtet, dann sehr eingehend von Preyer3), später von Straßburg4) untersucht worden; aber man hat das Acidhämoglobin immer als Methämoglobin aufgefaßt und die Säuren auf eine Stufe mit dem Ferricyankalium, Amylnitrit usw. gestellt. Erst Harn ack 5) hat es als einen eigenen Körper erkannt und damit eine ganze Reihe von Tatsachen verständlicher gemacht. Das Acidhämoglobin ist braun wie die Methämoglobinlösungen und hat auch ein ganz ähnliches Spektrum wie das Methämoglobin: es zeigt die beiden Streifen des Oxyhämoglobins im Grün und daneben einen Streifen im Rot. Dieser letztere aber liegt weiter nach dem roten Ende als der des Methämoglobins, nämlich an beiden Seiten der C-Linie, während der Methämoglobinstreifen nur die C-Linie erreicht und der ebenfalls leicht damit zu verwechselnde Streifen des sauren Hämatins noch mehr nach Rot hin liegt. — Das Acidhämoglobin charakterisiert sich demnach auch spektroskopisch als ein Zwischenglied zwischen dem Oxyhämoglobin und dem Hämatin, und dasselbe gilt von seinem Verhalten zu dem Sauerstoff ; je mehr Säure man zu dem Hämoglobin hinzusetzt, desto weniger Sauerstoff vermag es nach Straß bürg zu binden. Ob es durch Alkalien oder andere Mittel wieder in Hämo- globin oder Oxyhämoglobin zurückverwandelt werden kann, ist unklar, da es, wie gesagt, bisher immer mit dem Methämoglobin vermengt wurde. — Von großer Bedeutung ist, daß auch anhaltende Einwirkung ‘) E. Ziemke u. Franz Müller, Arch. f. (Anat. u.) Physiol. 1901, Supp]., S. 177. — 2) F. Hoppe-Seyler, Virchows Arch. 29, 233 (1864); Zentralbl. f. d. mediz. Wissensch. 1865, S. 65. — 3) W. Preyer, Pflügers Arch. f. d. ges. Physiol. 1, 395 (1868); Derselbe, Blutkristalle, Jena 1871. — 4) G. Straßburg, Pflügers Arch. f. d. ges. Phys. 4, 454 (1871). — i) E. Harnack, Zeitschr. f. physiol. Chem. 26, 558 (1899).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28082357_0259.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)