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Credit: Chemie der Eiweisskörper / [Otto Cohnheim]. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![es ist vielmehr ein Zusatz von Salz erforderlich 4) l 2). Dasselbe gilt von der Fällung mit Alkohol. — Bis vor kurzem galt es als charakteristisch für Leimlösungen im Gegensatz zu allen Eiweißen, daß sie mit Ferro- cyankalium und Essigsäure keine Fällung geben3). Mörner1) hat indessen gezeigt, daß man in der Kälte — unter 30° C — und mit stark verdünnten Lösungen doch einen Niederschlag erzielen kann, der sich aber in einem Überschuß von Glutin sowohl wie von den Reagen- tien wieder löst, und deren Auftreten auch durch die gleichzeitige Gegenwart von Salzen, organischen Säuren oder Basen oder Harnstoff verhindert wird. Die Glutosen geben die Fällung unter keinen Um- ständen. Das Verhalten zu Salzen ist wenig untersucht; durch schwefel- saures Ammoniak wird Glutin vor der Sättigung gefällt, nach Mörner außerdem durch schwefelsaures Natron. Wie alle Eiweißkörper vermögen das Glutin und die Glutosen mit Säuren und mit Basen Salze zu bilden; diejenigen der Glutosen und Glutinpeptone mit Salzsäure sind von Paal4) untersucht worden. Das Glutin hat aber überwiegend Säurecharakter, nach Hofmeister5), Tatarinoff6) und Nasse7) reagiert es in reinem Zustande sauer und zerlegt kohlensaure Salze. Die Platin- und Kupfersalze der Glutosen sind von Hofmeister5) analysiert worden, ohne daß er zu konstanten Werten gelangt ist; die Barytsalze untersuchte Nasse7): er fand, daß der Barytgehalt, also die Basen-Äquivalenz, des Glutins bei der Pepto- nisierung zunimmt. Von Halogenderivaten des Leims ist nichts bekannt. Maly5) hat Leim mit Permanganat und Kalilauge oxydiert (S. 124). Der Leim ist in kaltem Wasser unlöslich, quillt aber darin auf; ebenso ist er im allgemeinen in Salzlösungen, Säuren und Alkalien un- löslich, kann aber relativ leicht in eine lösliche Modifikation überführt werden9), die sich auch sonst etwas von dem ursprünglichen Leim unterscheidet (s. S. 289). In heißem IVasser ist der Leim äußerst leicht löslich; eine derartige Lösung erstarrt beim Abkühlen zu einer Gallerte, die je nach der Konzentration die derbe Konsistenz des Tischlerleims besitzt oder dünn und zitternd ist. Die Erstarrungstemperatur und der Schmelzpunkt von Gelatinelösungen ist in letzter Zeit von I auli10) genauer untersucht worden. Reine Gelatine erstarrt danach, je nach l) C. T. Mörner, Zeitschrift f. physiol. Chemie 28, 471 (1899); [außer- dem ibid. 18, 213 (1893) und Skandinav. Arch. f. Physiol. 1, 210 (1889)]. 2) H. Weiske, Zeitschr. f. physiol. Chemie 7, 460 (1883). — 3) J. Müller, Liebies Ann. 21, 277 (1837). — 4) C. Paal, Ber. d. deutsch, ehern. Ges. 25, 1202 (1892). — 5) F. Hofmeister, ibid. 2, 299 (1878). — b) P. Tatarinoff, Zentralbl. f. d. med. Wissensch. 1877, S. 275. — ') O. Nasse, Naturf. Ge_ Seilschaft zu Rostock, Rostocker Ztg. 1889, Nr. 105. - 8) R. Maly Monats- hefte f. Chem. 10, 26 (1889). - 9) W. S. Sadikoff, Zeitschr. f. physiol. Chem. 39, 411 (1903). — l0) W. Pauli und P. Rona, Hofmeisters Beitr. », 1 (1902).'’ Daselbst sind die früheren Arbeiten Paulis zitiert, auch die sonstige Literatur gegeben.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28082357_0302.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)