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Credit: Chemie der Eiweisskörper / [Otto Cohnheim]. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![]icli, nur durch starke Alkalien gelöst wird. Pepsin verdaut langsam, Trypsin nicht, ebensowenig geht die Substanz durch überhitzten Wasserdampf in Lösung. Sie enthält Schwefel; sie gibt die Millola- sche, die Xanthoprotein- und die Furfurolreaktion. Bei der Spaltung liefei’t der Körper Leucin, wenig Tyrosin, keine reduzierende Substanz. — Hedenius bezeichnet ihn als ein Keratinoid. Von den Keratinen untex scheidet er sich durch seinen niedrigen Gehalt an Schwefel und an Tyrosin. Das Reticulin. Mit diesem Kamen bezeichnet Siegfried1) einen Körper, der zu- sammen mit Ivollagen das retikuläre Gewebe der Darmmucosa bildet. Siegfried behandelte die Schleimhaut des Dünndarms von Schweinen gründlich ei’st mit drypsin und Soda, dann mit kochendem Wasser und entfernte so Glutin, alle Zellbestandteile usw. Es blieb dann ein in Wasser, verdünnten Säuren und Alkalien, Pepsin und Trypsin unlös- liches Pulver zurück, das Reticulin, das reichlich Schwefel und außer- dem Phosphor, und zwar organisch gebundenen enthielt. Das Reticulin gibt die ßiuret-, Xanthoprotein-, Adamkiewicz- sche und Schwefelblei-, nicht aber die Millonsche Reaktion. Beim Kochen mit Salzsäure liefert es Lysatinin, viel Aminovalei’iansäui'e, ferner Ammoniak und Schwefelwasserstoff, dagegen wenig oder keine Glutaminsäure, kein Tyrosin und kein Kohlehydrat. — Durch Kochen mit überhitztem Wasser, besser durch Natronlauge, entstehen Alburni- nate, Albumosen und Peptone. — Vor allen anderen Albuminoiden zeichnet sich das Reticulin also durch seinen Phosphorgehalt aus. Ferner gehört zu den Albumoiden nach Sukatschoff2) die früher für Chitin gehaltene Cuticula des Regenwurms. VIII. Melanine. Unter den Melaninen versteht man dunkle, schwarze oder braune, auch rotbraune Pigmente, die in den Haaren, der Haut, in der Chorioi- dea des Auges und in solchen Geschwülsten Vorkommen, die von pig- mentierten Geweben, am häufigsten von der Haut, ausgehen. Da sie qualitativ aus denselben Elementen bestehen wie die Eiweißkörper, so betrachtet man die Melanine als Abkömmlinge der Eiweiße, und ihre Besprechung an dieser Stelle wird dadurch gerechtfertigt. Außerdem ist bei'eits S. 35 ff. davon die Rede gewesen, daß eine Reihe der Eiweißspaltungspi’odukte, das Glukosamin, Tyrosin, Trypto- phan und Lysin, die Neigung besitzen, beim Kochen mit Säuren in *) M. Siegfried, Sitzungsber. d. sächs. Ges. d. Wissensch. 1892 (vor- läufige Mitteilung); Habilitationsschrift, Leipzig 1892; Journ. of Physiol. 28, 319 (1902). — 2) B. Sukatschoff, Zeitschr. f. wissenschaftliche Zoologie 66, 377 (1899).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28082357_0316.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)