Anorganische Fermente : Darstellung kolloidaler Metalle auf elektrischem Wege und Untersuchung ihrer katalytischen Eigenschaften / Kontaktchemische Studie, von Georg Bredig.
- Georg Bredig
- Date:
- 1901
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Credit: Anorganische Fermente : Darstellung kolloidaler Metalle auf elektrischem Wege und Untersuchung ihrer katalytischen Eigenschaften / Kontaktchemische Studie, von Georg Bredig. Source: Wellcome Collection.
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![und Magneteisenstein erhalten. Ebensolche Spiegel sind dann von Kundt^), Dessau, AVerniclce, Wiener und Mooser zum Teil in grosser \'o]lkonimenheit und mit sehr interessanten optischen Eigen- schaften erhalten worden. Bei allen diesen Versuchen geschah die Zerstäubung in Gasen, resp. in Yalruumgefässen, so dass die zerstäubten Teilchen an den Wänden aufgefangen wurden und sich schliesslich wieder zu spiegelnden Flächen vereinten. Meisuch, die im Vakuum zerstäubten feinen Teilchen in Wasser isoliert aufzufangen, ist, wie ich erst nach Abschluss meiner Versuche erfuhr, schon einmal \on ThrelfalP) für Platin gemacht worden, nur um ein dui’ch Metall getrübtes Medium nach Tyndall zu studieren. Derselbe beschreibt aber die von mir erhaltenen, intensiv gefärbten Sole nicht imd hat sie wohl auch nicht erhalten. Ebenso beschreiben Tichomiroff und Lidow^^) bereits Versuche, die mir ebenfalls erst später bekannt wurdeii, bei welchen die Metallelektroden durch einen elektrischen Lichtbogen unter Wasser pulverisiert wirrden. Da sie aber mit Elektrolvtlösungen arbeiteten, und diese, wie wir sahen, die Sole zum Koagulieren bringen, so haben auch sie ebensoAvenig wie Threlfall die von mir nimmehr zu beschreiberrden Sole w'eder erstrebt, noch erhalten. b. Elektrische Herstellung von Goldsol und dessen Eigen- schaften: Zur Herstellimg eirrer kolloidalen Goldlösung beirirtzt man folgende V ersirchsanordnung: An die Klemmen der Lichtleitirng K (110 Volt Gleichstfom) schaltet man hintereinander (Fig. 1) das Amperemeter (A), einen Reguli erwider- stand (TF), der bei 110 Volt Klemmspannrmg 4—12 Arnp. giebt (Lam- peirbatterie oder Flüssigkeitswiderstand) und 2 Elektroden G, welche aus je einem etwa 1 mm dicken und 6—8 cm langen Golddraht be- stehen. Der eine Golddraht ist durch ein enges Glasrohr r (Fig. 2) gesteckt, damit man die Elektroden mit den Händen isoliert anfassen kann. Der Regulierwiderstand AAurd so lange verstellt, bis man bei Kurz- schluss und vorsichtigem Auseinanderziehen der Elektroden unter Wasser, wobei ein kleiner, etwa 1 mm langer Lichtbogen entsteht, ungefähr die gewünschte Stromstärke hat. Nunmehr schreitet man zum eigentlichen Versuch: Eine aussen mit Eis gekühlte Glasschale S von ca. 50 — 100 ccm Ü Wied. Ann 27, 59. Dessau: ibid. 29, 359. Wernicke: ibid. 30. 469. Wiener: ibid. 31, 666. Mooser: ibid. 42, 639. 0 Phil. Mag (5) 38, 451 (1894). ) Wied Beibl. S, 232.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28118467_0028.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)