Anorganische Fermente : Darstellung kolloidaler Metalle auf elektrischem Wege und Untersuchung ihrer katalytischen Eigenschaften / Kontaktchemische Studie, von Georg Bredig.
- Georg Bredig
- Date:
- 1901
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Credit: Anorganische Fermente : Darstellung kolloidaler Metalle auf elektrischem Wege und Untersuchung ihrer katalytischen Eigenschaften / Kontaktchemische Studie, von Georg Bredig. Source: Wellcome Collection.
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![/ — 31 — Tyudall-Versiicli deutlich als optisch inhomogen erweist, dagegen ebenso wie heim Gold unter dem Mikroshop keine Teilchen, die gi’osser als die Wellenlängen des sichtbaren Lichtes wären, entdecken lassen. Auch im übrigen ist sein Verhalten gegen Pnkallsche Zellen, beim Gefrieren, bei der elektrischen Konvexion, bei der Koagulation dui’ch Elekfrolytziisätze und bei deren Verhinderung durch Gelatinespuren das- selbe wie das des Goldes. Es genügt daher, der Kürze wegen auf das Verhalten des letzteren hinzuweisen. Besonders interessant aber sine am Platinsol seine katalytischen Eigenschaften, die es mit dem Platin- mohr gemein hat, und die im zweiten Teile dieser Arbeit ausführlich behandelt werden sollen. Erwähnt sei, dass die konzentriertesten Platin- sole nur ungefähr 20 MüligTamme Metall in 100 ccm Wasser enthielten. Ein solches Sol liess mit Schwefelsäure den weitaus grössten Teil seines MetaUes koagulieren, während das Fütrat nur noch unwägbare Spuren von Platin enthielt. Das Sol enthielt also das Platin zumeist als Metall i) und nur einen geringen in der Schwefelsäure löslichen Bruchteil des- selben als Oxydul. d. Elektrische Herstellung von Palladiumsol und Iridium- sol und deren Eigenschaften: Palladiumdrähte von 1 mm Dicke zerstäubten bei 10 Amp. in Gegenwart einer Spur Alkali zu einem braunen Sol, das merklich in- stabiler als die Platinsole war. Bei der Zerstäubung mit dem relativ starken Strome ist der niedrige Schmelzpunkt des Metalles sehr störend, da die Drähte sehr häufig verschweissen. Das Verhalten des kolloidalen Palladiums ähnelt im übrigen ganz dem des Platins. Auch iridiumefrähte von 1mm Durchmesser zerstäubten, aber erst bei 20 Amp., in Gegenwart einer Spur Alkali zu einer filtrierbaren, rehbraunen, kolloidalen Flüssigkeit, die aber instabiler war, als das PaUadiumsol. Sie enthielt 7 Milligramm Metall in 100 ccm und koagu- lierte nach einigen Tagen. e. Elektrische Herstellung von Silbersol und dessen Eigenschaften: Eines der am leichtesten in Vakuumröhren und im Lichtbogen unter Wasser zu Solen verstäubenden Metalle ist das Silber. Drähte von ]. mm Durchmesser zerstäuben bei Stromstärken von 4—8 Amp. auch ohne Alkalizusatz in reinem Wasser leicht und mit Entwickelung eines schönen gi-ünen Bogenlichtes zu tiefdmiklen Solen, deren Farbe je nacb Umständen dunkel rotbraun bis tief olivgTün ist. Die ver-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28118467_0035.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)