Anorganische Fermente : Darstellung kolloidaler Metalle auf elektrischem Wege und Untersuchung ihrer katalytischen Eigenschaften / Kontaktchemische Studie, von Georg Bredig.
- Georg Bredig
- Date:
- 1901
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Credit: Anorganische Fermente : Darstellung kolloidaler Metalle auf elektrischem Wege und Untersuchung ihrer katalytischen Eigenschaften / Kontaktchemische Studie, von Georg Bredig. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![6. Nach Scli(inl)eini) zojl'allen Bypoclilorito durch Platinmohr zu (Jlüoriden (md Sauerstoff. Ebenso erhielt ich aus Chloi’kalklösung nach Zusatz von Platinsul deutliche Glasentwickeliuig. 7. Nach Peters2) entwickelt eine Lösung von Chi-omchlorüi- l)ei Zusatz von Platin erheblich lebhafter 'Wasserstoff, die gleiche Wii-kung wie das Metall hat naclr* *) Ostwald das Platinsol. 8. Eine zchnpiuzentige Nitritlösung erteilte emem Wasserstoff.sti'om in Giegeuwart von Platinsol deutlich alkalische Reaktion auf Lackmus- papier, das Platinsol bildete also auch Spuren von Nll^ wie nach Olad- stone und Tribe (1. c.) Platinmohr. Wie wir sehen, besitzen wir in den elektidsch hergestellte]i Platin- solen dosierbare anorganische Präparate mit den feimentähnlichen Eigen- schaften des Platinmohr. Besonders die gleiche Wirkimg auf H,^ 0^ be- leohtigt mich, das Platinsol als eine anorganische Fermentlösung zu bezeichnen. Wir werden sehen, dass diese Analogie zu den organischen Feimente]! eine sehr Aveitgehende ist, jedoch mit dem vielleicht nur zufälligen imd graduellen Unterschiede, dass ich . bisher noch nicht zweifellose Grenzzustände für die katalytische Wirkimg meines Platin- sols gefunden habe, ude sie bei den organischen Fermenten bekannt sind. Im übrigen verweise ich bezüglich der Feimente imd ihrer sclnvderigen, noch Avenig entAvickelten Kinetik; besonders auf das AmrUeffliche Werk von Duclaux^), soAvie auf die schönen Origüialarbeiten imn Tammann^), O’SulliAmn imd Tompson®), John Jacobson'^), MedAvedeiv^) imd andere hin. Auch die organischen Enzyme sind Kolloide, und diese av es ent- liehe Eigenschaft ist ihnen mit meinen Platinsolen neben den katalytischen Fähigkeiten gemeinsam. Wie wii- schon aus dem 1. Teil dieser Abhandlung wissen, sind solche kolloidale Sole heterogene Suspensionen äiisserst feiner Teilchen imter der Grösse der Ü ibid. (1) PS, 80. h Zeitschr. jihysik. Chem. 20, 217 (1898). ■') ibid. 35, G2 (1900). *) Traite de Microbiologie II, Paiis 1899. S. auch v. Bunge: Lebrb. d. i)bysiol. u. pathol. Chem. Hammarsten: Lehrb. d. physiol. Chem. Effront: Diastasen. fseumeister; Lehrb. d. physiol. Chem. Oppenheimer: Die Fermente. Laden- burgs Ilandwörterb. 4, 95 Emmerling. Kuppel: Proteine. ^’) Zeitschr. f. ]>hysik. Chem. 3, 25 (1889); IS, 426 (1895). Zeitschr. f. i)hysiol. Chem. 16, 271. ®) O’Sullivan u. Tonipson: Journ. chem. 8oc. Trans. 57, 834. ’) 1. c. ®) Pflügers Arch. f. Physiol. 74, 193.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28118467_0050.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)