Anorganische Fermente : Darstellung kolloidaler Metalle auf elektrischem Wege und Untersuchung ihrer katalytischen Eigenschaften / Kontaktchemische Studie, von Georg Bredig.
- Georg Bredig
- Date:
- 1901
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Credit: Anorganische Fermente : Darstellung kolloidaler Metalle auf elektrischem Wege und Untersuchung ihrer katalytischen Eigenschaften / Kontaktchemische Studie, von Georg Bredig. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Auch hoi (Ion orpinisclieii Enzy»ion luibou bovoits Scliönbeiii^) und später Jacobson^) u. a. gezeig't, dass sie die Fähigkeit, zu. katalysiereu. beim Erhitzen \'er.lieren, olme allerdings ihre spezifischen anderen Feiinentwirknngen, z. B. auf Amygdalin ganz zu verlieren. Doch geht auch diese spezifische Fermentwirkung 3) bei gewissen Tem- peraturen schliesslich zu Grunde. Wir sehen also auch hier wieder eine Analogie des Platins mit den Feimenten in seiner Schwächimg diii-ch Erhitzen. Würde das Platin ebenso empfindlich gegen Erhitzen sein, Avie die organischen Fermente, so würde das Platinsol veimutlich auch die bekannte^) typische Eigenschaft derselben zeigen, bei Er- höhung der Temperatur ein'Maximum seiner Aktivität, das bekamite sogenannte Temperaturoptimimi zu zeigen. Nach unseren obigen Yersuchen ist es aber sehr wahrscheinlich, dass auch für Platinsol ein solches Maximimi der Aktivität bei steigen- der Temperatur eintiitt, ivenn man Yorwärmungszeit oder Yersuchsdauer genügend lange Zeit ausdehnt. Mein Platinsol ist eben (vergl. S. 57) eine sehr ividerstandsfähige Fermentlösung, die ihren an sich auch in- stabilen Zustand bei Störiuigen meist sehr viel langsamer ändert, als die organischen Fermente, mid dadmuh ist es erklärlich, dass wir bei gleich- mässigem Arbeiten luid bei relativ kurzer YorAvärmimgszeit im -Gegen- satz zu den organischen Fermenten kein Maximum, sondern die normale Temperatiuiunktion nach van’t Hoff-Arrhenius erhalten haben. Dieses Maximum ist aber inzAvischen in der That bei einer anderen Katalyse, der Knallgasvereinigiuig, von Herrn Ernst5) mit meinen Platinsolen gefunden Avorden, Avorüber derselbe bald selbst berichten AAÜrd. Es ist also auch diese charakteristische Seite der organischen EnzyniAvirkung bei meinem anorganischen Fennentmodeil vorhanden. III. I)ie Yergittiiiigs-(Lähmiiiigs-)erscheinuiigeii bei (len Platin- und Goldsolen wie bei den Fermenten. a. Vergiftung durch HgS oder CS^. Schon Faraday®) beschreibt die mteressante Thatsache, dass ein .Tom-n. f. jmakt. Chem. (1) SO, H'iß. 1. c. S. 342. Ladenburg: Handwörterb. 4, 101. •‘) Vergl. Tammann; Zeitschr. f. physiol. Chem. IC, 324. Ladenburg; Handwörterb. 4, S. 103, 108, 112, 117, 120 und die citierten Lehrbücher über Fer- mente und ])hyHiol. Chem. ®) Vergl. Zeitschr. f. physik. Chem. 31, 26G (ISOOV Physik. Zeitschr. II, 7 (1000). Zeitschr. f. jdiysik. Chem. (1901). ®) Pogg. Ann. 33. Ostwalds Klassikm' S7, 30.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28118467_0069.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)