Anorganische Fermente : Darstellung kolloidaler Metalle auf elektrischem Wege und Untersuchung ihrer katalytischen Eigenschaften / Kontaktchemische Studie, von Georg Bredig.
- Georg Bredig
- Date:
- 1901
Licence: In copyright
Credit: Anorganische Fermente : Darstellung kolloidaler Metalle auf elektrischem Wege und Untersuchung ihrer katalytischen Eigenschaften / Kontaktchemische Studie, von Georg Bredig. Source: Wellcome Collection.
72/110 page 68
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image![katalyse diircli Schwefelkohlenstoff gehemmt wird. Dies ist in derTliat ganz merklich der Fall und erinnert an A^^irknngen dieses Oiftes auf die Ferniente. So hat bereits Zolleri) 'dargethan, dass durch geringe OSa-Mengen die Alkoholgärung und Fäulnispi-ozesse gehemmt wei-dcn. h. Vergiftung durch Blausäure; ln einer'’) seiner interessanten Abhandlungen schreibt Schönbein: „Vor einiger Zeit habe ich gezeigt, dass alle organischen Materien, welche das Wasserstoffsuperoxyd zu katalysieren vermögen, bei Anwesen- heit auch ^ erhältnismässig nur sehr kleiner Mengen von Blausäure diese Wirksamkeit entweder gar nicht mehr oder nur sehr schwach äu.ssern.“ Und ferner; ,,Um zu zeigen, wie ausserordentlich empfindlich die katalysierende Materie des Leontodon ii. s. w. gegen die Blausäure ist, will ich noch bemerken, dass frische Blätter dieser Pflanze, nur einige Sekunden lang in Blausänredampf gehalten, dadurch ihr Yermögen einbüssen, BoOo zu zerlegen, und damit auch die Fähigkeit, mit atmosphärischem Sauerstoff und Wasser eine die Guajaktinktur bläuende Flüssigkeit zu erzeugen. Es darf jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass solche Blätter durch Liegen- lassen an der freien Luft ihre ursprüngliche katalytische Wirksamkeit, wiedererlangen u. s. w. . . .“ An einer anderen Stelle derselben Abhandlung'’) sagt Schönbein: „Nun habe ich aber schon früher gezeigt, dass die katalytische Wirksamkeit der Blutkörperchen schoji durch kleine, ihnen beigemengte Mengen von Blausäure beinahe gänzlich aufgehoben wird, ohne dass deshalb jene zerstört oder irgendwie chemisch verändert würden, und es ist von mir an diese Thätsache die Yermutung geknüpft worden, xlass die Giftigkeit der genannten Säure auf der Aufhebung oder vielmehr Lähmung des Yermögens der Blutkörperchen beruhe, den eingeatmeten unthätigen Sauerstoff der Luft chemisch zu erregen.“ Auch das BUitfibrin verliert seine katalytische AYirkung auf durch Zusatz geringer Blausäuremengen, ferner nach Schlossberger ebenso die BLefe^). In neuerer Zeit hat E. Büchner®) in seinen bekannten Arbeiten *) Ber. d. d. cliein. Ges. i), 707. 1080. h Schön bei n: Jouni. f. ])rakt. Chem. (1) lOö, 202. ]. c. S. 204. Vergl. auch Schönbein; Zeitsclir. f. Biologie 140, sowib die schöne Studie von E. Schaer, ibid. (>, 467. ^) Vergl. Liebig; Lieb Ann. 1,54 ff. ®) PI. Bucliner ii. Ha])]): Ber. d. d. chein. Ges. HO, 2672 (1807). Bucliner: ibid. Hl, .568 (1808L ■](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28118467_0072.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)