Von Kahlden's Technik der Histologischen Untersuchung Pathologisch-anatomischer Praparate.
- Gierke, Edgar.
- Date:
- 1909
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Credit: Von Kahlden's Technik der Histologischen Untersuchung Pathologisch-anatomischer Praparate. Source: Wellcome Collection.
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![10 Mazerations- und iBolatiouBfliiesigkeiten. Reagentien. frisch wie moglich der Einwirkung der Isolationsfliissigkeit aiisgesetzt j werden. ! Man nimmt die Isolation in kleinen Uhrschalchen vor; das Volumen I der Fliissigkeit darf das des Stiickchens nicht zu sehr iibersteigen, weil ' sonst mehr eine Hartung als eine Isolation erzielt wird. { 1) 33-proz. Alkohol, der sog. Vs-^kohol von Ranyier, her- i gestellt durch Vermisclien von 1 Teil von 96-proz. Spiritus mit 2 Teilen Wasser. 2) Ganz diinne Chromsaurelosungen, 0,01—0,03-proz., sind i fiir viele Falle sehr geeignet. ! 3) 0,1-proz. 0 smiumsaure, 12—24 Stunden lang zur Ein- i wirkung gebracht, ermoglicht eine sehr gute Isolation und ist namentlich ' angezeigt, wenn es sich um verfettetes Gewebe handelt. 4) Methodevon Arnold: das Stiickchen kommt fiir 5—10 Minuten in 0,1-proz. Essigsaure, dann fiir 24—28 Stunden in 0,01-proz. Chrom- ' saure. Nachbehandlung mit Pikrokarmin usw. ist moglich. 5) Eine weitere Methode von Aenold, die sich bei ZeUimter- i suchungen sehr bewahrt hat, beruht in der Anwendung von Jod- , jodkalilosungen. Zu 10 TeUen einer 10-proz. Jodjodkalilosung werden 5—10 Tropfen einer Losimg von 5 g Jod und 10 g Jodkah in 100 ccm j Wasser zugefugt. Wenn die Fliissigkeit heUer wird, gibt man wieder ] einige Tropfen der letzteren Losung zu. Lockeres Gewebe in kleinen j Stiickchen kann bald untersucht werden, festeres nach 12—48 Stunden. i Bei Muskeln und Ganglienzellen des Riickenmarks sind 4—8 Tage ' und wiederholtes Schiitteln im Heagenzglas notig. 6) 33-proz. Kalilauge. In dieser zerfalien die Stiickchen schon innerhalb einer Stunde. Ihre Anwendung empfiehlt sich namenthch j bei der Untersuchung von glatten Muskelfasem, z. B. aus Tumoren des | Uterus usw. Die Untersuchung mufi ebenfalls in 33-proz. Kalilauge ! geschehen, weil bei Yerdiinnung derselben mit Wasser die ZeUen zerstort i werden (s. S. 11). ' 7) Die MuLLER'sche Fliissigkeit (s. S. 16) ist ebenfalls zur ! Isolation, namenthch fiir Telle des Nervensystems, sehr geeignet. Die Praparate verweilen in der Fliissigkeit 2 — 3 Tage. I 8) Ganz diinne Formahnlosungen, 2 ccm Formol auf 1000 ccm ' physiologische Kochsalzlosung. i Bei Anwendung der Isolationsfliissigkeiten kann die Untersuchung ! in einem Tropfen derselben vorgenommen werden. Doch ist meist auch die Untersuchung in Wasser oder in Kochsalzlosimg mogUch. ■ ! in. Reagentien. 1) Das Glyzerin. Es hat auBer seiner aufhellenden Eigenschaft ! den Vorteil, da6 es nicht verdunstet und sich chemisch nicht veriindert; j es konnen daher die in ihm verteilten Praparate, wenn man sie gegen den Luftzutritt abschheBt, konserviert werden. Man verwendet das Glyzerin meist in unverdiinnter Form, seltener mit Wasser yermischt. Frische Praparate werden, wenn es sich nicht etwa um die Unter- suchung von Pigment handelt, so stark aufgehellt, dafi die Untersuchung in Glyzerin nicht statthaft ist. Dagegen kommt das Glyzerin sehr oft ^ in Anwendung bei der Untersuchung ungefarbter Schnitte, die schon < i](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21271550_0026.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)