Lehrbuch der Krankheiten des Herzens / von H. Bamberger.
- Bamberger, Heinrich von, 1822-1888.
- Date:
- 1857
Licence: Public Domain Mark
Credit: Lehrbuch der Krankheiten des Herzens / von H. Bamberger. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![beireit, sich wieder öffnen und so «.las Einströmen des Blutes aus der Vorkammer gestatten. Die Semilunarklappen der Arterien sind in ihrer Slruelur den Atrioventricularklappen wesentlich gleich. Im Beginne der Systole berühren sie sieh mit ihren freien Bändern so, d;iss sie das Ostium gegen die arterielle Blutsäule ahsperren. Sobald der Blutdruck im Innern der Kammer zunimmt, öffnen sie sich wie ohen er- wähnt wurde und lassen eine bestimmte Menge Blutes einströmen. Dabei ist aber immer Doch der Druck der von oben her auf ihnen lastenden und sie ganz umgehenden Blutsäule ein so beträchtlicher, dass an ein förmliches Auseinanderreissen und Anschlagen der Eüappenzipfel an die Gelasswandungen, wie von manchen Seiten (Cruveilher u. A.) angenommen wurde, wohl nicht gedacht wer- den kann. Denkt man sich die Gestalt derselben wieder als eine mit dem schmälern Ende nach aufwärts gerichtete, trichterförmige, so beiluden sie sich auch schon in der entsprechenden Lage, um im nächsten Momente das Ostium wieder abzusperren. Sobald nämlich durch die neu in die Arterie gelangte Blutwelle die aus- gedehnten Wände derselben vermöge ihrer Contractililät sich wie- der zusammenziehen, dadurch der Druck in der Arterie stärker wird, als in der nun entleerten Kammer, werden die Semilunar- klappeu wieder herabgedrückt und geschlossen und dem Blute der Rückfluss in die Kummer abgeschnitten. So manche nähere Details indess, besonders mit Bezug auf das Verhalten der Atrioventricularklappen, die keineswegs ohne Interesse für das Verständniss normaler und krankhafter Zustände sind, bilden noch immer den Gegenstand divergirender Ansichten. Sie sollen hier wenigstens angedeutet werden, wenn auch eine ausführlichere Erörterung derselben umgangen werden muss. Zunächst fragt es sich, ob die venösen Klappen bei der Sy- stole jedesmal vollkommen oder nur theilweise entfaltet werden. Bei dem bedeutenden Flächenraume, den die völlig entwickelten Klappeiise-e] einnehmen, indem Kürschner nachgewiesen, dass ein einziger völlig ausgebreiteter Zipfel genügt, das Ostium, selbst wenn es noch so beträchtlich erweitert wurde, zu decken, dürfte es wohl wahrscheinlich sein, dass unter gewöhnlichen Umständen die freien Bänder eingerollt bleiben und der Verschluss mehr durch 3*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21039690_0047.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)