Volume 1
Die Geschichte des Eisens in technischer und kulturgeschichtlicher Beziehung / von dr. Ludwig Beck.
- Ludwig Beck
- Date:
- 1884-1903
Licence: Attribution-NonCommercial 4.0 International (CC BY-NC 4.0)
Credit: Die Geschichte des Eisens in technischer und kulturgeschichtlicher Beziehung / von dr. Ludwig Beck. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![rah kommt das Zeichen in liegender Stellung vor und hat mehr die Form einer Schale ces geht später auch in nebenstehende Form über ^ . In einer Inschrift heilst es, die Lanze des Sonnengottes sei von leuch- tendem Chomt, worunter wohl eher Bronze wie Kupfer zu verstehen sein dürfte. Das Kupfer wurde, wie Abbildungen darstellen, in Barren oder- Planschen gegossen, ähnlich wie Silber und Blei. Eine Inschrift führt „108 Ziegel von Kupfer gleich 2040 Ten“ auf. Ten war das ägyptische Einheitsgewicht. Eine solche Plansche, die hier mit „Ziegel“ übersetzt \ ist, wog demnach 185/9 Ten = 1818 Gramm. „Löcheriges Kupfer“ in dem Sinne von rohem Kupfer wird in Inschriften genannt, ebenso heifst es „das Kupfer in seinem Gestein“ im Sinne von Kupfererz und analog dem „Golde in seinem Gestein“. Es wird dem Golde gegenübergestellt, mit dem es die meiste Ähnlichkeit in der Farbe hat. Neben der gewöhnlichen Bezeichnung chomt findet sich in der In- schrift von Dendera der Ausdruck ]) Ö zu Yr d. h. schwarzes i Kupfer (%alKog Wenn Lepsius dies direkt mit Schwarzkupfer . übersetzen zu können glaubt, so ist er doch wohl im Unrecht, denn es s handelt sich hier um die Bezeichnung eines verarbeiteten Metalles. J | Schwarzkupfer als hüttenmännischer terminus, bedeutet aber ein unfertiges Zwischenprodukt bei der Kupfergewinnung, welches keiner technischen Verwendung fähig ist. Eher dürfte hier das „schwarze j Kupfer“ in demselben Sinne gemeint sein, wie der %aAxog fls'Aag der I Griechen, nämlich als Bezeichnung des dunklen Kupfers im. Gegensätze j zu der helleren Bronze. So kommen wir denn, nachdem wir die Gewerbe der Ägypter im allgemeinen und die metallurgischen Gewerbe, namentlich die Gewinnung ; und Verarbeitung des Goldes, Silbers, Kupfers und Erzes insbesondere - geschildert haben, zu dem Hauptgegenstande unserer Betrachtung, zu dem Eisen und dessen Gewinnung und Benutzung hei den Ägyptern. Das Eisen war den Ägyptern schon in frühester Zeit bekannt. Hierfür sprechen direkte und indirekte Gründe, Die indirekten Gründe sind di§, dafs Eisenerze im Gebiete der Ägypter vorhanden waren, dafs die Bewohner schon in ältester Zeit so bedeutende metallurgische Kenntnisse und Erfahrungen besafsen, dafa s es auffallend gewesen wäre, wenn ihnen die Gewinnung des Eisens aus seinen Erzen unbekannt geblieben wäre, dafs ihre vollendeten Stein- hauerarbeiten aus härtestem Material, die Verarbeitung quarzhaltiger’](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24872672_0001_0096.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)