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Credit: Handbuch der hygieine, der privaten und Offentlichen / von Fr. Oesterlen. Source: Wellcome Collection.
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![I träger der i’roduction und Prosperität wie der Cultur eines Volkes gelten können Die ännsten Classen dagegen sind selten viel besser geworden und die Höchsten wie Keichsten haben oft nur mit mehr Anstand oder Eücksicht auf’s Gesez sündigen gelernt, lieber ^'4 der Menschheit sind sogar noch im Stadium völ- liger Barbarei, überall gibt es noch Einrichtungen und Dinge genug, deren Zeit das Mittelalter, nicht die unseidge ist. und das Haupthinderniss hier wie dort ist einerseits Armuth, Isolirung, Mangel an durchgreifender Cultur und Bildung, anderseits Adels-, Pfaffen-, Soldatenherrschaft und -Despotie. Auch die christliche Kirche ist allmälig mehr hohler Aberglauben oder äussere Cere- monie und die erbittertste Feindinn der Civilisation geworden, deren Freundinnfa sie einst war. Sie leuchtete nur, so lange es finster war, und als mehr Licht kam, wurde sie finster. Mehr denn je hat sich wieder ein Kampf entsponne zwischen Aufklärung, Fortschritt und Uncultur, zwischen freier Bewegung und] kirchlichem wie weltlichem Dimck. So gewiss aber der Mensch ein vernünftigei Wesen ist, wird auch das Vernünftigere troz Allem mehr und mehr siegen Und weil einmal die Menschheit doch nur vor-, nicht rückwärts gehen kann,] würde man es wohl besser mit dem Fortschritt, der Bildung versuchen: ma kann sich wohl selbst der Zeit assimiliren. nicht aber diese sich. Ebenso ge-' wiss ist möglichstes Verhüten von UnSittlichkeit, Ausschweifungen, Verbrechen sicherer als das gesezliche Strafen und Rächen oder Helfen- und BessernwolleTi tu hinterdrein. Das einzige Mittel hiezu ist aber wirkliche Bildung, Einsicht und Wohlstand; wer deshalb jene Uebel wirklich beseitigt wünscht, müsste vor Allem die Menschen, die Volk.smasse so zu stellen, zu bilden und zu erziehen suchen, dass jene nicht mehr dabei bestehen können. Auch fand ipan bereits da und dort, cs sei doch am Ende besser und selbst wohlfeiler, all dies zu thun als die Verkommenen später in Armen-, Kranken- oder Zuchthäusern u. s. f. zu verwahren und zu füttern.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21907298_0840.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


