Enneadische Studien, Versuch einer Geschichte der Neunzahl bei den Griechen : mit besonderer Berücksichtigungen des ält. Epos, der Philosophen und Ärzte / von W.H. Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1907
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Credit: Enneadische Studien, Versuch einer Geschichte der Neunzahl bei den Griechen : mit besonderer Berücksichtigungen des ält. Epos, der Philosophen und Ärzte / von W.H. Roscher. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![gehörigen Gebäude den schuldbeladenen Orestes sühnten und be- wirteten und deren Nachkommen später alljährlich Iv fjutQcag (yr/Tcug [ivvsa?] in demselben Hause Festschmaus hielten (Abh. H S. 55), an die 9 Männer und 9 Frauen, die den Dienst des Dionysos Aisymnetes zu Patrai zu versehen hatten, an die 3 x 9 [= 27] virgines des graecus ritus der römischen Bitt- prozessionen und der römischen Säkularfeier, an den [apollinischen?] Chor der 9 Musen, an die 9 Knaben und 9 Mädchen im Kult des Zeus Sosipolis zu Magnesia am Maiander (H S. 74), an die 9 Söhne und 9 Töchter der Niobe b. Sappho (II S. 45), endlich an die 9 Kureten (Korybanten) und die 9 rhodischen Teichinen (Abh. II S. 60f.). Yon anderweitigen enneadischen Bestimmungen aus dem Kultus und Mythus des Apollon usw. führe ich hier an die 9 sibyllinischen Bücher der römischen Königslegende, die ivvea hvhXoi der Pythonschlange zu Delphi, das neunmalige Untertauchen im thrakischen Triton sumpf, wodurch nach der Sage die Verwandlung in einen apollinischen Schwan bewirkt wird (Abh. II S. 56), ferner die 9 Altäre des Dionysos bei Theokrit, den (rätselhaften) Ausdruck ivarevercu von einem der Semele dargebrachten Opfertier, das 9fache Stieropfer im Kult des Zeus Kenaios auf Euboia und des Zeus Polieus auf Kos (Abh. H S. 59 und Nilsson a. a. 0. S. 17f.)9), endlich auch die mehrfachen enneadischen Bestimmungen im Totenkult (z. B. die l'vvara = sacrum novemdiale Abh. II S. 63 f.; Diels, Sibyllin. Blätter S. 4off.), sowie bei Lustrationen, Zaubereien und in der Volksmedizin (Abh. II S. 64ff'.). Zum Beweise aber, daß in der Tat vielfach die enneadischen Fristen noch weitere enneadische Bestimmungen erzeugt haben, berufe ich mich einerseits auf meine Darlegungen in Abh. II S. 10 ff., anderseits auf die beiden daselbst angeführten besonders beweiskräftigen Belege aus Homer: 9) „Jede evaru, d. h. jedes Neuntel der drei dorischen Tribus, stellt einen Stier, im ganzen also sind es 27. Zuerst werden 3 Tiere von den Pamphyloi auf den Markt getrieben, dann 3 von den Hylleis und zuletzt 3 von den Dy- manen. Wenn von diesen keines erwählt wird, werden 3 neue für jede Tribus, und wenn es auch jetzt nicht gelingt [ein geeignetes Tier zum Opfer ausfindig zu machen], die letzten hineingeführt usw.“ (Nilsson a. a. 0. S. 18.) Dies ist, soviel ich sehe, der einzige evidente Fall aus dem Gebiete des Kultus, wo die Neunzahl nicht selbständige Bedeutung beanspruchen darf, sondern aus der (ver- dreifachten) Dreizahl hervorgegangen ist.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24880875_0014.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)