Enneadische Studien, Versuch einer Geschichte der Neunzahl bei den Griechen : mit besonderer Berücksichtigungen des ält. Epos, der Philosophen und Ärzte / von W.H. Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1907
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Credit: Enneadische Studien, Versuch einer Geschichte der Neunzahl bei den Griechen : mit besonderer Berücksichtigungen des ält. Epos, der Philosophen und Ärzte / von W.H. Roscher. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Od. £ 240: ivfra fihv eivdereg Jtol£(i%0[i£v vug ’Aycaäv, TGJ d£xdt(p Ö£ tioXlV IlQlä[lOV Jt£QÖ(XVT£g i'ßrniav oi'xada. . . .27) Vergleicht man mit dieser Stelle eine solche, die von der 9 tägigen Frist handelt, z. B. Od. t 82: i'vthv (f tvvfjcco (pEQÖuryv oXooig avi[ioi6iv jtövTOv tjt iyß’voavr • ccvtccq rifxdry {jltßrjutv yairjg Aonorpdyow. . . . so springt jedem der auffallende Parallelismus beider in die Augen, der, wie ich bereits Abh. I S. 20 gefolgert habe, auf einen innern sozusagen mathematisch-chronologischen Zusammenhang zwischen den 9 tägigen und 9jährigen Fristen mit Notwendigkeit hinweist. Wiederholt kommt bei Homer der Ausdruck ivveoogog vor, der bald von 9jährigen Tieren, z. B. Ochsen oder Schweinen28), bald von Fettsalben29), bald auch von Menschen (Heroen) gebraucht wird; denn in der Odyssee (t 179) heißt es von Minos: ivvdcjQog30) ßaffiXavf Aibg [i£yaXov OaQiövrjg. Bereits die alten Erklärer vertraten die jetzt wohl fast allgemein herrschende Ansicht, daß der Vers besage: „alle 9 Jahre wurde die Regierung des Minos, welcher sich nach kretischem Brauche in die berühmte idäische Grotte des Zeus begab, teils um diesem Rechenschaft abzulegen, teils neue Ratschläge von ihm zu erhalten, erneuert“ (s. Abh. I S. 22). Bestätigt wird diese Erklärung nament- lich durch den schon von Otfr. Müller geltend gemachten Umstand, daß nach Plutarch (Agis 11) in Sparta die Könige aller 9 Jahre 2 7) Die anderen 7 — 8 hierher gehörigen Stellen s. in Abh. I S. 19 Amn. 75, wo jedoch Sl 15 zu streichen ist (s. auch Aesch. Ag. 504 u. unt. S. 45). 28) Od. 5t 19: öwyJ pot indsLQctg daxov ßoog ivvecoocno. x 390: ix d’ eXuGuv GuxXoiGi ioLXOTag evvewqoiGi. Ähnlich heißt es bei Hesiod egya 436: ßös d’ ivvccEvrjQa || uqgeve xexxfjG&ca, xav yuQ G&ivog ovx ccXcmudvöv, || ijßijg pixqov iyovxe' xco ipydfeöd'cu ayiGxco. Siehe Abh. I S. 20 f. Abh. II S. 85. Abh. III S. 205. 29) II. Z 351: iv d’ (hniXag nlfiGav kIelwchoc evvewqolo. Vgl. Abh. I S. 20 Anm. 78. Abh. II S. 85. 30) Das zweite Beispiel für den Gebrauch von ivvicoQog bei Menschen ist Odyss. I 311, wo von den Aloaden berichtet wird: ivvicoQOi ydg xoi ye xal i vv eaitriyeEg i]Guv || svgog, axctQ pijxog ye yevißxhjv ivvtoQyvioi. Ich unter- lasse hier die Erörterung dieser Stelle, weil sie im nächsten Abschnitt besprochen werden soll (s. S. 28).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24880875_0027.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)