Enneadische Studien, Versuch einer Geschichte der Neunzahl bei den Griechen : mit besonderer Berücksichtigungen des ält. Epos, der Philosophen und Ärzte / von W.H. Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1907
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Credit: Enneadische Studien, Versuch einer Geschichte der Neunzahl bei den Griechen : mit besonderer Berücksichtigungen des ält. Epos, der Philosophen und Ärzte / von W.H. Roscher. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![einer Art von Gottesgericht unterworfen wurden, das ich in Abh. I S. 2 2 f. ausführlicher besprochen habe. Ebendort (S. 23h u. 27 f.) sind mehrere Zeugnisse zusammengestellt, die deutlich beweisen, daß auch sonst die Neunzahl in kretischen Mythen und Bräuchen eine bedeutsame Rolle gespielt hat. Das gilt namentlich von dem Kult der idäischen Zeusgrotte, zu der nicht bloß die 9 Kureten (Abh. I S. 24 Anm. 89), sondern auch Epimenides und Pythagoras innige Beziehungen haben, denn ersterer sollte nach der bei Xeno- phanes erhaltenen Legende (s. oben Anm. 10) nicht weniger als 54 (= 2 x 27 = 6x9) Jahre schlafend in der Zeusgrotte zugebracht haben, und von Pythagoras heißt es, er habe 'die üblichen drei- mal neun (= 27) Tage’ daselbst geweilt (s. Abh. I S. 27 f. und Abh. III S. 207). Ein zweites noch weit deutlicheres Zeugnis für neunjährige Fristen bietet uns die bekannte Erzählung des Hephaistos von seinem neunjährigen Aufenthalte in einer vom Okeanos umströmten Grotte, in die der jugendliche von seiner eigenen Mutter (die sich seiner Lahmheit schämte) aus dem Olymp ins Meer hinabgeschleu- derte Gott von Eurynome und Thetis gebracht worden war: 2 400: xyGi rtcuj eivdereg %äXx£i'Ov 6ai6aXa jtoAAd, 402: hv öJtfji yXcccpvQffi, Jtto'i de Qoog ’Slxmvoio äcpQOj f.toQfiVQGJV qeev ccöjtExog' ovöe xig aXXog yd tev ovte d'eäv ovre d'vvjröjv avd'QcoJtav, ccXXa €>exig te xccl i'Gav, ai fie ffdo)Oc<v. Aber auch bei der zweiten (.A 590ff.) Verbannung des Hephai- stos aus dem Olymp durch Zeus, der ihn, weil er seiner Mutter im Streite beistehen wollte, auf die Insel Lenmos hinabschleuderte, ist höchstwahrscheinlich eine 9jährige Strafverbannung gemeint, wie ich bereits in Abh. I S. 27 ausgeführt habe. Das beweist vor allem das Zeugnis aus der Heraklee des Epikers Panyassis um 470 v. Chr. (Kinkel fr. 16 = frgm. epic. I p. 261), die sich Otfried Müller (Dorier 1, 437) „dem Helden zum Trost für den Zwang der [9jährigen] Dienstbarkeit“ gesprochen denkt: TXy (<£/’ z/y^yxrjQ, xXfj fih xXvxbg ’A^KpiyvrjEig, xXfj 6h riooeiödav, xXfj 6’ &QyvQOTo£og 'AjtoXXcor dv6o 1 Jtaou 6vrjx<p ftyxevEfiev tig ivia wov, xXfj 6h xal 6ßoni6frv[iog ’AQyg vrtb xaxQbg dvdyxy.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24880875_0028.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)