Enneadische Studien, Versuch einer Geschichte der Neunzahl bei den Griechen : mit besonderer Berücksichtigungen des ält. Epos, der Philosophen und Ärzte / von W.H. Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1907
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Credit: Enneadische Studien, Versuch einer Geschichte der Neunzahl bei den Griechen : mit besonderer Berücksichtigungen des ält. Epos, der Philosophen und Ärzte / von W.H. Roscher. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![tievovg a uev ßvfdi^eiv tCov dXiGzouevoiv JtXoiow. cc de xaxayetv et'g xijv noXiv. Dann heißt es weiter: izjtXevGuvxon> de xovxgjv v.ai xgtyfj diatoed'e'vxav, /JuuöcptXog uev i'yow vccvg rag [ro£i£?] zuXovuevag xaou 'Podioig cpvXay.idag i’jtXevGev etg Kdgjtud'ov . . . Meveöquog de tqig)v acpTjyovuevog . . . xXevOag . . . ijti Udxciga. . . . ^ajteGxeiXev etg xrjv Pödov . .. xcbv de vjtoXoijtrnv vecov xgi&v liavvxag fiyovuevog exXev- Gev üjt'i vrjGow . . . Daß hier in der Tat eine Reminiszenz der Rho- dier an ihre 9 Schiffe zur Zeit des trojanischen Krieges unter Tlepolemos und an ihre damalige Dreiteilung (B 656: diu xgiya zoGurj&evxeg', ib. 668: xgtyjdu de omrjftev v.axaepvXccdov) x 177: z/ro- oieeg xgiydizeg) vorliegt, scheint mir auch daraus hervorzugehen. daß Diodor in seinem Bericht von der Dreiteilung der 9 rhodischen Kaperschiffe genau denselben Ausdruck gebraucht, mit dem die antiken Scholiasten das zlogteeg xgiydizeg (x 177) zu erklären suchen, nämlich xoiyy dtutge&evxeg.53) Es ist demnach die Ver- mutung gerechtfertigt, daß eben dieser Ausdruck in dem zum Zwecke der Aussendung jener 9 Kaperschiffe von den Rhodiern gefaßten Volksbeschluß vorkam und eine stolze Reminiszenz an die berühmte Erwähnung der Rhodier im 2. Buche der Rias bilden sollte. Dieselben Zahlen 3 und 9 und außerdem noch die aus ihnen entstandene 27 begegnen auch in einer Opfervorschrift des ebenfalls von Doriern besiedelten und in 3 cpvXcd (9 ivaxai usw.) zerfallenden koischen Staates (s. Peott, Fasti sacri p. 19 ff.; Nils- son, Griech. Feste S. 18; s. oben S. 8 Anm. 9). Was ferner die ivvrjzovxa jtoXr]eg Kretas an langt (r 174), so haben sich schon die antiken Erklärer redlich bemüht, diese An- gabe mit dem „Kgrjxrjv exax6[utoXiv“ (B 649) in Einklang zu bringen (vgl. die Scholien zu B 649; x 174 und Ephoros bei Strab. 479; 0. Müller, Dorier I 103, 3). Bereits im Altertum gab es zwei ver- schiedene „Lösungen“ (XvGeig) dieses Widerspruchs. Nach der einen von ihnen bedeutet die Rundzahl 100 (= jtoXXcd) keinen Widerspruch mit der genaueren Zahlangabe binyzorTa. der Odyssee — eine An- nahme, der sich auch die meisten Neueren angeschlossen haben (vgl. z. B. Fäsi und Ameis zu t 174) —, nach der anderen hätte Kreta vor dem trojanischen Kriege nur 90, nach ihm dagegen 53) Es ist demnach nicht unwahrscheinlich, daß dieses Glossem zugleich die rhodische Interpretation des homerischen rpi^caxfs enthielt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24880875_0040.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)