Enneadische Studien, Versuch einer Geschichte der Neunzahl bei den Griechen : mit besonderer Berücksichtigungen des ält. Epos, der Philosophen und Ärzte / von W.H. Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1907
Licence: In copyright
Credit: Enneadische Studien, Versuch einer Geschichte der Neunzahl bei den Griechen : mit besonderer Berücksichtigungen des ält. Epos, der Philosophen und Ärzte / von W.H. Roscher. Source: Wellcome Collection.
91/186 page 87
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image![Die Enneaden bei Platon und den folgenden Philosophen. A. Platon und Xenokrates. Schon in Kap. III ist bei der Erörterung der pythagoreischen Enneaden die Behauptung ausgesprochen worden, daß diese ge- wissermaßen als die Prototypen der platonischen Enneaden an- zusehen seien: es gilt jetzt diese Annahme durch eine genauere Untersuchung der einzelnen in Betracht kommenden Zeugnisse zu größtmöglicher Wahrscheinlichkeit zu erheben. Vor allem haben wir hier zu berücksichtigen, was Platon im Timaios, also einer, wie schon ihre Benennung nach dem bekannten Pytliagoreer dieses Namens lehrt, mancherlei Pytha- goreisches enthaltenden Schrift über die bei der Bildung der Weltseele maßgebenden Zahlenverhältnisse sagt. In § 35 B heißt es von der Teilung der Seelensubstanz: ijoyexo de dicageiv wde. (iiav cupeiXe x0 JtQonov ccjto Jtavxog jlotgav [ 1 |, /uexa de xccvxrjv acpyoei dutXaGiav xavxrjg [2], xrjv d’ av xQtxrjv rjiuoXiav 11 er rrjg devxe'oug xQiJfXaöi'av de xfjg JtQcbxrjg [3], rer<xqt7jv de xfjg devxeoccg diJtXfyv [4], Jtepjtvrjv de xQirtXrjv rrjg XQixrjg | g |, xf)V d’ extr/v xrjg nQaxrjg dxra- jtXaoiuv [8], ißdo^irjv de ijtxaxaieixod 1 rtXuöiccv xrjg rtgrbxrjg [27] x. x. X. Aus den unmittelbar folgenden Worten geht mit abso- luter Gewißheit hervor, daß es sich hier um dieselben Zahlen- verhältnisse wie bei den musikalischen Intervallen, und zwar nach der damals gültigen von den Pythagoreern ausgegangenen Berechnung derselben, handelt. Das erhellt nicht bloß aus den in den folgenden Sätzen gebrauchten echtpythagoreischen Aus- drücken rj^uoXioiv diaöxccßeav xai ejttxQixav xai ejtoydbcov, sondern auch aus den beiden ebenda angegebenen von den Pythagoreern zuerst bestimmten Verhältniszahlen 243 (=27x9) und 256 (s. z. B. Diels, Vorsokr. (Philolaos) S. 248, 39 h'. und 252, 1 ff. Boeckit, Philolaos](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24880875_0093.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)