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Credit: Gesammelte physiologische arbeiten / von Dr. E. von Cyon. Source: Wellcome Collection.
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![Arterie stark verengert, wälii'cnd die der Carotis dextra stark erweitert sind, besonders wenn dabei noch im Strombett der V. JuguJai'is dextra irgend ein Hiiiderniss vorlianden ist. Bei den Jiäufigen Veränderungen, welche das Lumen der Gefässe erleidet, können solche V'erhältnisse schon vorkommen. Wenn wir aber von solchen localen und zufälligen Verhältnissen absehen und nur die allgemeinen Verhältnisse des Blutstroms betrachten, so ist es .klar, dass in jedem Augenblick aus dem Venensystem durch's Herz in's Arteriensystem gleiche Blutmengen gCAvorfen werden müssen, wie aus den Arterien in die Venen; sonst würde ja natürlich eine Blut- stauung in dem einen oder dem anderen Systeme entstehen. Wären daher die Zahl, die Länge und das Lumen der Venen und Arterien voll- kommen gleich, so müsste die mittlerere Geschwindigkeit in den Venen und Arterien vor und nach jeder Zusammenziehung des Herzens ganz gleich sein, d. h. die Blutmenge, welche vor jeder Zusammenziehung den Querschnitt aller Venen passirt, müsste gleich sein der Blutmenge, welche in demselben Augenblick den Gesammtquerschnitt aller Arterien passirt. Nun ist aber sowohl der Querschnitt als auch die Zahl der Venen be- trächtlicher als die der Arterien, die Blutgeschwindigkeit (Blutmenge dividirt durch Querschnitt) müsste also in den Venen geringer sein als in den Arterien. Wenn aber unsere Versuche keine zu grosse Abweichung der Blutgeschwindigkeit in den Venei] von der in den Arterien heraus- gestellt haben, so hat dieses erstens seinen Grund in dem schon erwähnten Umstände, dass wir das möglichst grösste Lumen der Venen benutzt haben, sondern dasjenige, welches in den A^'enen wirklich normal zur Anwendung kommt, dieses letztere, welches wir den physiologischen Querschnitt nennen möchten, ist mehr als um die Hälfte kleiner, als der anatomische. Zweitens haben wir unsere Versuche nur an den Endvenen gemacht, deren Zahl entweder gar nicht, oder doch nur sehr wenig die der Arterien übertrifft. Somit ist auch das zweite Moment weggefallen, welches eine geringere Geschwindigkeit in den Venen als in der entsprechenden Arterie voraussetzen liess. So z. B. ist es klar, dass durch den Querschnitt der V. cruralis in jedem Augenblick dieselbe Blutmenge passiren muss, wie durch die Art. cruralis, da ja sonst eine BlutanfüUung und Volum- vergrösserung der unteren Extremität erfolgen müsste. (Nach Fick's Untersuchungen findet eine solche Anschwellung nur am Ende jeder Systole statt, gleicht sich aber sofort aus.) Es ist also leicht erklärlich, warum wir die Blutmenge, welche in der Zeiteinheit die Vene passirt, im Mittel gleich derjenigen der entsprechenden Arterie gefunden haben. Und wenn man, wie wir oben gezeigt haben, berechtigt ist, ohne grossen Fehler den physio- logischen Querschnitt der Endvenen dem Querschnitt der Arterien an- nähernd gleich zu setzen, so lässt sich aus unseren Versuchen schliessen, dass auch die Geschwindigkeit des Blutes in den Endvenen nur um ein weniges geringer ist, als die der Arterien. Da es sich in den jetzt folgenden Versuchen nur um die relativen Veränderungen der Blutgeschwindigkeit handelt, und da die Blut- geschwindigkeit doch eine directe Function der Blutmengen ist, welche in der Zeiteinheit den Querschnitt der Gefässe passiren, so werden wir in folgenden Zeilen nur von Veränderungen der BlutgeschAvindigkeit](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21224961_0125.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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