Die angeborenen Kysten-Hygrome und die ihnen verwandten Geschwülste, in anatomischer, diagnostischer und therapeutischer Beziehung : Denkschrift zur Feier des 50 jährigen Doctor-Jubiläums des Wilhelm Nebel / von Adolph Wernher.
- Wernher, Adolph.
- Date:
- 1843
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Credit: Die angeborenen Kysten-Hygrome und die ihnen verwandten Geschwülste, in anatomischer, diagnostischer und therapeutischer Beziehung : Denkschrift zur Feier des 50 jährigen Doctor-Jubiläums des Wilhelm Nebel / von Adolph Wernher. Source: Wellcome Collection.
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![Ephemerid. mit. ciirios. ann. 1783 einen ganz gleichen Fall. Die Beschreibung desselben stimmt in den meisten Punkten so genau mit dem meiuigen übereiu, dass die beinahe völlige Identität beider keinem Zweifel unterliegt. Der Kopf hatte eine kegelförmige Gestalt, die Haut war auf dem Kopfe durch eine Menge Wasserblasen ausgedehnt. Augen, Ohren und Nase waren zwar vorhanden, aber nur rudimentär. Der Mund war ziemlich regehnässig, und in den Kiefern waren schon ehiige Zähne ausgetreten. Der Hals war nicht abgegränzt; der Kopf war unmittelbar mit dem Thorax verschmolzen, so dass das Gesicht auf der Brust zu sitzen schien. Die beiden Arme waren sehr unvollkommen gebildet, von ungleicher Länge, jeder hatte nur einen Finger, w^elcher dem Daumen glich, die beiden untern Extremitäten waren von ähn- licher Bildung, jedoch noch unvollkommener. Die weiblichen Geschlechtsorgane waren sehr entwickelt, der Anus imperforirt, die Unterleibshöhle von einer serösen, dem Peritonäum gleichen Haut, ausgekleidet. Oesophagus, Magen, Leber, Milz fehlten gänzlich. Der Darm war sehr unvollkommen, jedoch mit seinem Gekröse versehen. Der untere Theil des Unterleibes von einem uterus biconiis und der Urinblase eingenommen. — In] der Brusthölile felüteu Herz und Lunge vollständig, die Trachea endete au der ersten Rippe mit einer kleinen mit Luft angefüllten Blase. — Die venu cava bildete einen Plexus, ähnlich dem der vena portanim, und endigte nach abwärts in die renalis und iliaca und nach aufwärts in die subclavia und jugularis, sie communicirte an dieser Stelle mit der aorta, welche sich nach abwärts in die iliaca und nach aufwärts in die subclavia theilte, aus denen die Carotiden entsprangen. ■» Ganz gleiche Kysten unter der wassersüchtigen Haut hatRetzius ^), bei zweien ebenfalls viermonatlichen Embryonen beobachtet. Die ganze Haut w^ar wassersüchtig und bildete viele Falteu und Höcker, unter welchen eine Menge grosser, mit klarer Flüssigkeit gefüllter, Kysten lagen. Die eine dieser Früchte war rhachitisch, im Uebrigen wohlgebildet. Die Perineal-Geschwülste, sowohl diejenigen, welche recht eigentlich hierher gehören, als die, welche als Inclusionen eines Fötus in den andern erscheinen, hat man gleich denen an der vordem Halsfläche am häufigsten bei reifen, lebensfähigen und sonst woldgestalteten Kindern beobachtet, welche zum Theil längere Zeit (bei Terris selbst bis zum llteu Jahre) nach der 1) Ars berättelse om Swenska Läkare Sälskapets Arbeten af Setterblad. 1836. Fricke und Oppenh. J. B. 13. p. 403. 6](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21083915_0049.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


