Das Tuberculin TR. : seine Wirkung und seine Stellung in der Therapie der inneren und äusseren Tuberculose / von W. Bussenius und H. Cossmann.
- Bussenius, Walter Wilhelm Ludwig.
- Date:
- 1898
Licence: Public Domain Mark
Credit: Das Tuberculin TR. : seine Wirkung und seine Stellung in der Therapie der inneren und äusseren Tuberculose / von W. Bussenius und H. Cossmann. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
103/144
![pcnitiir 8(),i)o. Dio Stoigcnmg dos Körpergewichts erreiclit während dieser 84 Tage die enorme Höhe von 18 Pfund. Als einzige Bescliwerdc ist einmal Leibsclimerzen bezeichnet, hervorgerufen durch sclmellcs Essen von doppelten Portionen .von Suppe und Gemüse mit Fleisch. AVir sind überzeugt, dass wir bei diesem Patienten die Steigerung der Dosen auch in 29 Tagen auf 20 mg hätten treiben können. Lungenbefund nach der Cur: Vorn über der linken Spitze Schallverkürzung mit reichlichen klingenden Rasselgeräuschen am Ende der Inspiration; unter der Clavicula nur äusserst selten ein Rassel- geräusch zu hören. Hinten links erreicht die Schallverkürzung noch nicht die Spina scapulae; vereinzeltes Knisterrasseln. Vorn und hinten links ist das Atemgeräusch jedoch noch deutlich bronchial. Ueber der rechten Lungenspitze ist nichts Krankhaftes nachzuweisen. Im Sputum, das etwas spärlicher geworden ist, noch reichlich TB. Im Kehlkopf hat sich das im vorderen Drittel des rechten Stimmbands liegende Ulcus gereinigt und einen Epithelbelag bekommen, ebenso ist das Geschwür am linken Processus vocalis von Epithel über- zogen, allerdings war in diesem Falle eine systematisch von lOproc. auf SOproc. Milchsäurelösung ansteigende energische Ausreibung der Geschwüre in Cocainanästhesie gleichzeitig vorgenommen, doch war der Erfolg der Behandlung auffallend prompt. Resultat: Erhebliche Besserung des Allgemeinbefindens, Lungenbefund im wesentlichen unverändert, Pleilung zweier Kehlkopfgeschwüre. Die kleinen Infiltrationen am Epiglottisrande sind nicht mehr zu sehen. No. 29. Soldatenfrau W., 27 .Jahre. S { » L Anamnese: Vater an einer Lungenkrauldieit gestorben. Fat. war stets ge- sund bis zum 19. Jahre. Seit der Zeit jedes Jahr Influenza. Im Juni 189G Hä- moptoe, seither Halsschmerzen, .Schluckbeschwerden, vermehrter Answurf, Nacht- schweisse. Pat. ist bisher in Russland mit Milclisäureätzungen behandelt worden. Lungenbofund: Rechts vorn über der Clavicula Dämpfung, unter der Cla- vicnla wird der Schall besonders von der 2. Rippe ab bis zur 4. tympanitisch und zeigt einen klirrenden Beiklang. Die Klanghöhe wechselt beim Aufsitzen und Liegen deutlich. Hier wird das vorn über der .Spitze bronchiale Athmen mehr hauchend; nur ab und an ein vereinzeltes klingendes Geräusch, ln der hossa supras])inata derbere .Schallverkürzung, bronchiales Athmen, keine Nebengeräusche. Ueber der linken Clavicula ist die .Schallverkürzung etwas weniger intensiv. Das Athcmge- räusch ist bronchial und zeigt während des Inspiriiims mittelgrossblasige Rassel- geräusche. Von der 2. linken Rippe nach unten vesiculäres Athmen, das Inspiiiiim verschärft und saccadirend. Hinten links bis gut zur Spina scapulae Schalhciküi- zung; während des bronchialen lns[)iriums reichliche Itasscigeiäusohe. Sputum ist sehr reichlich, von verschiedenem Charakter, bisvcilen ein drei-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22384637_0103.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)