Das Tuberculin TR. : seine Wirkung und seine Stellung in der Therapie der inneren und äusseren Tuberculose / von W. Bussenius und H. Cossmann.
- Bussenius, Walter Wilhelm Ludwig.
- Date:
- 1898
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Credit: Das Tuberculin TR. : seine Wirkung und seine Stellung in der Therapie der inneren und äusseren Tuberculose / von W. Bussenius und H. Cossmann. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Iß Organismus zu siudircn, nichl, aber eine i'ea.ciionslosc Aiigcwölinung an TU zu Wege zu bringen. Doch sind die Ueactionen selbst bei einer .Dosis von 10 mg Trockensubstanz sehr geringfügige geblieben, auch I haben sie die Patientin sehr wenig angegTiffen, da sie innerhalb dieses Monats um 2 Pfund zugenommen hat. ].)ie höchste eireichte Tempe- i-atur betrug 87,9°, der höchste Anstieg l,3o Sonstige Allgemeinreac- tionen waren mein- bei den mittleren Dosen vorhanden und fehlten bei den höheren. Dass der Eintritt solcher Ueactionen oft erst 24 Stunden nach der Injection erfolgt, konnten wir auch bestätigen, lilutunter- suclmngen bei dieser Patientin ergaben eine erhebliche Vermehrung der Leukocyten im Ueactionsstadium. Wenn wir den augenblicklichen Ge- sundheitszustand der Patientin hier noch an fügen, der bei ganz erheb- licher Gewichtszunahme ein ausgezeichnetes Allgemeinbefinden und er- höhte körperliche Leistungsfähigkeit aufweist, so dürfte es begreiflich erscheinen, dass sich uns die Frage aufdrängte, weshalb sollen eigentlich Temperatursteigerungen über 0,5 ° so ängstlich vermieden werden, da ja doch in diesem Falle die Ueihe kleiner Ueactionen absolut der Patientin keinen Schaden gebracht hatten. Doch erscheint eine Erwägung dieser Frage hier nicht am Platz, wo ja eine Nachprüfung der T.-U.-Wirkung nach den von Koch gegebenen Vorschriften vorgenommen werden soll. Sterile Lymphe einzuspritzen gehört also bei gesundem Thier und ]\Iensch nicht zu den eingreifenden und bedrohlichen Maassnahmen. Eine weitere Controlimpfung, vorgenommen, um den Einfluss des neuen Mittels auf bestehendes Fieber beim nicht Tuberculösen zu prüfen — die Dosis betrug Yg mg — blieb ohne jede Einwirkung; es handelte sich um ein Fieberstadium bei Angina lacunaris. Für die Betrachtung der Wirkungsweise des TU bei der Tuber- culose sind die Thierversuche Uobert Koch’s Y an erster Stelle zu nennen. Koch hat darüber nur summarisch berichtet. Seine Ver- suche zerfallen in zwei Gruppen, die erste Gruppe umfasst die Ergeb- nisse der Immunisirung gesunder Meerschweinchen mit TU und die nach- herige Infection mit virulenten Tuberkelbacillen. Platte er mit 2—3 mg Trockensubstanz beginnend, den Thieren eine grössere Reihe höherer Dosen TR beigebracht und sich durch das Verhalten der Infiltration an den Injectionsstellen überzeugt, dass diese grösseren Dosen auch gut resorbirt waren, so vertrugen diese Thiere selbst wiederholte Infectionen mit virulenten Culturen. Es fehlte jegliche krankhafte Veränderung der Infectionsstelle und deren benachbarten Inguinaldrüsen. Wurden die Thiere vor vollendeter Immunisirung inficirt, so verkästen nur die Jn-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22384637_0020.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)