Die Tuberculose; die Lungenschwindsucht und Scrofulose nach historischen und experimentellen Studien.
- Waldenburg, Louis, 1837-1881.
- Date:
- 1869
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Credit: Die Tuberculose; die Lungenschwindsucht und Scrofulose nach historischen und experimentellen Studien. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
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No text description is available for this image![Hippocrates unterscheidet demnach sehr präcise drei Ent- stehungsarten der Lungenvereiterung oder Lungen-Ulce- ration, und für jede der drei Arten nimmt er eine akut und eine chronisch beginnende Form an. Die erste Art der Phthisis entsteht aus einer akuten Pneumonie, die sich nicht kritisch löst (unsere käsig werdende Pneumonie, ausserdem ist hier wohl auch unser Lungenabscess und Lungenbrand mit einbegriffen). Dieser akuten Form entspricht eine chronische, wenn Schleim vom Kopfe in die Lungen hinabfliesst und nicht als Sputum ausgeworfen wird, sondern mehr Schleim sammelt und sich dann in Eiter umwandelt. Es folgt sodann die zweite Art der Entstehung der Phthisis und zwar in Folge einer Venenblutung; auch hier kann das Leiden akut oder latent sich entwickeln; durch Umwandlung des Blutes in Eiter bildet sich die Lungenvereitcrung. Endlich kann drittens eine akute Pleuritis oder eine chronische Ansammlung von Schleim und Blut in der Pleura durch Vereiterung zur Lungenverschwä- rung führen; in dieser Krankheitsgruppe fungirt ausser der eigent- lichen Phthisis auch das Empyem. Die Phthisis ist in allen die- sen Formen, wenn sie früh richtig behandelt wird, heilbar. Etwas Specifisches wird ihr nicht zugestanden; sie tritt immer als natür- liche Folge ein, wenn Schleim und Blut nicht ausgeworfen wer- den können und deshalb in Eiter sich umwandeln. Ihr schliessen sich die Vereiterungen oder Ulcerationen anderer Körpertheile, so unmittelbar die des Unterleibes an, durch welche die Kranken eben SO ijUitvoL werden (jr\v 6h xcxtüj xot\ir]V i'^invoi ytvovrai etc. etc.1). Nun kennt Hippocrates aber noch eine andere Form der Phthisis, nämlich diejenige, die durch Phymata entsteht. Phyma wurde in's Lateinische gewöhnlich mit Tuberculum übersetzt, und dieser Umstand hat wohl hauptsächlich dazu beigetragen, dass man dem Hippocrates die Kenntniss der Tuberculose zuschrieb. Die auf Phymata der Lungen bezüglichen Stellen sind vor- nehmlich folgende: Coace praenotiones2): Oici d'iv ttXivjjom (pvfiuiu yirtTui, to nvov uvu- yovGiv ig li'ijfiiQUQ fjinä itp1 gii'^ir. tuvtuc dt vntqßällovTtc. wc tu ttoWm w&iGixoi ylv0VTU.li. Quibus tubercula in pulmone oritintur, ii pus intra dies quadraginta, ex quo sit rnptio, expunnt, quos si superent, ut plnrimum tabidi fiunt. — De morbis, liberln): (pii/Lia <5t ytviitti iv nö nXtvfiovi wjf. hxitav tp'kiyflU V X0/*h OvffTQugifj, ßrJ7iiiai, xal twt; fitv äv in w^otiqov 17/, dSvvrp ti naqiyti XijtTfjv xal ßvXa S'i?'/1'- üxÖTav Si TitnuCvTjTcu, o§\>vr\ ylruui xal irnöadtv xui 1) Ibidem p. 186. 2) Ibidem tomus I. p. 302.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b20999823_0027.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)