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Credit: Lehrbuch der Elektrochemie / von Max Le Blanc. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![- immer stärker vermehrt und die Stromstärke wächst weiter an. Fig. 10 gibt eine schematische Darstellung der Verhältnisse. Nachstehende Ausführungen werden für ein tieferes Ver- ständnis nützlich sein. Frei mit großer Geschwindigkeit sich bewegende Elektronen bezeichnet man auch als Kathoden- strahlen. Spalten diese durch ihre „Stoßwirkung‘“, die nach Lenard richtiger als Durchquerung zu bezeichnen ist, ein Atom oder eine Molekel in einen positiven Rest und in ein oder mehrere Elektronen, so spricht man in bezug auf letztere von dem Auftreten einer sekundären Kathodenstrahlung oder kurz Sekundärstrahlung. Diese hat stets, wie erklärlich, eine im Vergleich zur Primärstrahlung sehr geringe Geschwindigkeit. Wird die Abspaltung eines Elektrons nicht durch primäre Ka- thodenstrahlung, sondern durch Röntgenstrahlung oder Licht bewirkt, so sollte man zur Unterscheidung von lichtelektrischer Kathodenstrahlung sprechen. Es gibt auch noch andere Ur- sachen, die eine Abspaltung von Elektronen aus Atomen oder Molekeln herbeiführen. Sokönnendurch sogenannte Kanalstrahlen, unter denen man schnell bewegte positive, negative oder neutrale Atome und Molekeln, sowie Quantenpaare [ein mit einem Elektron in der Vereinigung begriffenes positives Atom (Molekel)] versteht, _ die in nahe derselben Richtung mit größerer als der mittleren | thermischen Geschwindigkeit dahinsausen, beim Anprall an eine Molekel Elektronen abgespalten werden, oder der Kanalstrahl kann selbst beim Anprall an ein ruhendes Atom ein Elektron verlieren. Desgleichen vermag die bloße Wärmebewegung der Atome (Mole- keln), insbesondere der elektropositiven Metallatome, Elektronen befreiend zu wirken, wenn die beim Zusammenstoß eintretende gegenseitige Durchdringung des Kraftfeldes groß genug ist. Das Auftreten von Elektronen in einem Gase kann ieicht durch Er- höhung seiner Leitfähigkeit nachgewiesen werden. Ein einziges primäres Elektron kann eine starke ıSekundär- strahlung hervorrufen. Die zur Spaltung nötige Energie wird bei der Einwirkung von Kathodenstrahlen von dem Primär- elektron genommen und die Geschwindigkeit des letzteren da- durch verlangsamt. Unterhalb einer bestimmten Geschwindig- keit des Primärelektrons findet keine Sekundärstrahlung statt; eine Durchquerung kann dann nicht mehr vor sich gehen, sondern das Elektron wird nun reflektiert, bzw. absorbiert. Je elektro- negativer die getroffenen Atome sind, desto größer ist der Energie- verlust des Elektrons bei der Reflexion, bzw. desto eher wird es absorbiert. In Metalldämpfen, die ja stark elektropositiv sind, und in Edelgasen tritt praktisch vollkommene Reflexion dieser](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29807426_0040.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)