Allgemeine Theorie der monochromatischen Aberrationen und ihre nächsten Ergebnisse für die Ophthalmologie / von Allvar Gullstrand.
- Gullstrand, Allvar, 1862-1930.
- Date:
- 1900
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Credit: Allgemeine Theorie der monochromatischen Aberrationen und ihre nächsten Ergebnisse für die Ophthalmologie / von Allvar Gullstrand. Source: Wellcome Collection.
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![Strahlenbündel einem orthogonalen Liniensysteme in der Ebene £ = £. vor der Brechung entspricht. Um z. B. eine r; -Linie auf dem Quer¬ schnitte £ == £r zu finden, theilen wir einen beliebigen constanten Werth zu und betrachten als Funktion von ry,.. Für den Schnittpunkt der fraglichen Linie mit der AVT-Ebene und ihre Krümmung in diesem Punkte finden wir auf diese Weise durch Entwickelung von L und - Sr dVr nach Potenzen von bezw. : S . I + r — bi • -yrr -J- „ 6 w >- £3 tf2g, dl fr Sr -\3 & 0 S,- alut? d gi [drj Die auf diese Weise leicht zu construirenden Liniensysteme ne- ben uns bis auf unendlich kleine Grössen höherer Ordnung als der dritten die Schnittlinien der Ebene £ = £,. mit den geradlinigen Flächen, welche nach der Brechung den geradlinigen Flächen entsprechen, die vor der Brechung aus den durch die Linien = const., £ = £< bezw. i]i — const., £ = £{ gehenden Normalen gebildet werden. Die Zahl der Brechungen ist, wie ersichtlich, ohne Einfluss; die einzige Bedingung ist, dass die brechende Fläche in endlichem Abstande von den Fokal¬ punkten des einfallenden Strahlenbündels sich befindet. Wenn wir also die Ebene £ = g das ursprüngliche homocentri¬ sche Strahlenbündel schneiden lassen und den beiden Variabeln £Q/; jeder für sich verschiedene Werthe zuertheilen, welche nach einer und derselben arithmetischen Progression wachsen, so giebt uns das ent¬ sprechende Liniensystem in der Ebene £ = £r die anschaulichste Vor¬ stellung von der Variation der Dichtigkeit des Strahlenbündels auf dem Querschnitte. Beim Lichtstrahlenbündel erhalten wir einen solchen Querschnitt durch Auffangen des Lichtes auf einem Schirme, und es geben dabei diese Liniensysteme die Vertheilung der Beleuchtungsin¬ tensität auf dem beleuchteten Theile des Schirmes an. Werden die Linien gezeichnet, erhält man unmittelbar eine korrekte Vorstellung von dieser Vertheilung, welche um so naturgetreuer ist, je dichter das Liniennetz gezeichnet worden ist. Nur muss man sich erinnern, dass ein mit den ursprünglichen vollkommen übereinstimmendes Liniensystem nicht etwa angiebt, dass jeder Theil des Schirmes die gleiche Beleuch¬ tung hat, sondern nur, dass die Beleuchtungsintensität eines beliebi¬ gen Punktes sich zu der eines anderen so verhält, wie wenn der Schirm von einem wirklichen leuchtenden Punkte mit nach allen Pich-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b31351827_0181.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


