Grundriss der speciellen Pathologie und Therapie : für Studirende und Ärzte / von Julius Schwalbe.
- Julius Schwalbe
- Date:
- 1892
Licence: Public Domain Mark
Credit: Grundriss der speciellen Pathologie und Therapie : für Studirende und Ärzte / von Julius Schwalbe. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![trophie des linken Ventrikels, bisweilen auch (zufällig?) Herz- klappenfehler. Die Struma kommt in der Eegel später, oft nur in geringem Masse, bisweilen gar nicht zur Ausbildung. Der Exophthalmus entwickelt sich am spätesten, manchmal sehr stark, manchmal gar nicht. Mitunter sind Paresen der Augen- muskeln, die sich im Strabismus, Insufficienz der Convergenzbe- wegung {Möbius'sches Symptom) etc. kundgeben, zu bemerken. Ein diagnostisches Merkmal bildet das sehr häufige sogen v. Gräfe- sche Symptom, d. h. die mangelhafte oder fehlende Mitbewegung des oberen Augenlids beim Abwärtsblicken. [In Folge des mangel- haften Schutzes des hervorstehenden Bulbus entwickeln sich bis- weilen schwere Augenkrankheiten (Keratitis, Iritis etc.).] Die übrigen mehr oder weniger häufigen Erscheinungen sind allgemeine nervöse Störungen (Tremor der Extremitäten oder des ganzen Körpers, welcher das erste Symptom sein kann, Kopfschmerz, Schwindel, Astasie-Abasie, Gedächtnissschwäche, allgemeine Mattig- keit, Agrypnie, nervöse Unruhe und Reizbarkeit); ferner allge- meine vasomotorische, secretorische und trophische Störungen (über- fliegendes Hitzegefühl, leichte Temperatursteigerungen, Steigerung der Schweisssecretion, Herabsetzung der allgemeinen Ernährung und Muskelatrophie); ferner eine auffallende Herabsetzung des galvanischen Leitungswiderstandes {Charcot- Vigouroux'sches Zeichen^; endlich Störungen a^n einzelnen Organen: Einengung des Gesichts- feldes— Athemnoth, Beklemmungen, nervöser Husten — Erbrechen (oft unstillbar), Durchfälle, Icterus, — Pigmentirung und andere trophische Störungen der Haut. Der Verlauf der Krankheit ist meist chronisch, selten acut mit Ausgang in Heilung oder Tod. Häufig sind Schwankungen in der Intensität der Erscheinungen. Die Diagnose ist bei Berücksichtigung des Gesammtkrank- heitsbildes und Verwerthung nebensächlicher Symptome auch da im Allgemeinen leicht, wo die Cardinalsymptome nicht sämmtlich resp. wenig ausgebildet sind. Fehlen die Hautspymptome gänzlich {„Formes frustes^), so ist die Diagnose mit Sicherheit nur selten zu stellen. Die Prognose ist im Allgemeinen ungünstig. Heilungen sind selten. Der Tod erfolgt durch Marasmus oder durch Compli- cationen. Therapie. Die directe und symptomatische Behandlung hat](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b20406848_0086.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)