Carl von Linné als Arzt und seine Bedeutung für die medicinische Wissenschaft : ein Beitrag zur Geschichte der Medicin / von Otto E.A. Hjelt.
- Otto E. A. Hjelt
- Date:
- 1882
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Credit: Carl von Linné als Arzt und seine Bedeutung für die medicinische Wissenschaft : ein Beitrag zur Geschichte der Medicin / von Otto E.A. Hjelt. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![seine Ansichten durch Versuche und Beobachtungen') begründen muss, denn „die Heilkunst theilt das traurige Loos naheverwandter wissenschaftlicher Zweige, durch leichtsinnige Hypothesen und Vor- urtheile erniedrigt (deturbari) zu werden.2] Die rein empirische Medizin wendet von der Erfahrung geprüfte Arzneien an, ohne sich auf eine Erklärung ihrer Wirkungsweise einzulassen; die rationelle Arzneikunst dagegen strebt, sobald in den mechanischen Gesetzen des Baues und der Funktionen des Körpers Störungen auftreten, sie auf dieselben Gesetze zurückzuführen, Durch die Vereinigung anatomischer, botanischer, physiologischer, chemischer und mecha- nischer Wahrheiten mit den Lehrsätzen der Medizin ist die rationelle Heilkunst entstanden. Die wirklich wissenschaftlichen Beobach- tungen bleiben immer bestehen und verändern sich nie, während die Erklärungen ihrer Ursachen und Natur stetem Wechsel unter- worfen und von der zu verschiedenen Zeiten geltenden Auffassung abhängig sind. Die Theorie der Medizin ist so zu sagen der Schlüssel zu den praktischen Beobachtungen, diese aber der lydische Stein, an welchem j ene Theorie geprüft werden muss. Denn hat die Wissen- schaft richtige Anschauungen aufgestellt, so ist der Arzt stets im Stande, sich in dunkeln und zweifelhaften Fällen zurechtzufinden. Fehlt es dagegen einer Methode, die von den Grundwahrheiten der Wissenschaft Gebrauch machen sollte, an einem zuverlässigen und festen Fundament, so wird die ganze medizinische Praxis unsicher und schwankend.^) Man hat zwar behauptet, die Zeit sei für ein medizinisches System noch nicht reif. Das mag wahr sein, aber es müssen die medizinischen Lehrsätze in der Ordnung, wie ihre Natur es gestattet, gebracht und aufgestellt und darauf durch neue und stets wiederholte Beobachtungen verbessert und vervollkommnet werden, denn wo es keinen Anfang giebt, da lässt sich äuch keine 'j Inebnantia (1762). Circa fervidoniin et gelidonim usuiii paraenesis (l'GöK Purgantia indigena (ITüO;. *i Sapor medicamentonim (1751).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22275885_0031.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)