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Credit: Kurze übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
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![1745 1780 1721 1761 20 in England: Douglas, Monro, William und John Hunter (letzterer Begründer des berühmten Museums in London), in Deutschland: Heister, Zinn, Sömmering, Wries- berg (Göttingen), Meckel, Lieberkühn. Für die Chirurgie bedeutet das 18. Jahrh. den end- lichen Sieg der Chirurgie im Kampf um Gleichberechti- gung. (Das Friedrich-Wilhelms-lnstitut in Berlin.) Wissen- schaftliche Verwertung der anatomischen und pathologisch- anatomischen Kenntnisse, auch des Experiments (J. Hunter). Berühmte Chirurgen in Frankreich: Petit, Desault, Chopart (partielle Exarlikulation des Fusses), le Drau (erste Exartikulation des numerus 1718), in England: Pott, John Hunter (vom Blute, der Ent- zündung und den Schussvvunden), in Deutschland: Heister, Richter (Göttingen). In der Augenheilkunde: Endgültige Durchführung der Lehre vom Staar als Linsentrübung durch Brisseau (1706) und Maitre Jan (17Q7) wird die Extraktion durch Daviel in Paris eingeführt. die Iridektomie durch Wentzel ausgeführt. In der Geburtshilfe die Erfindung der Zange durch Jean Palfyn aus Gent. (Schon früher, ungefähr seit 1600, existierte ein zangen- förmiges Instrument als Geheimnis in der Familie Cham- berlen in England.) Verbesserung der Zange durch Düse in Paris. Man beginnt mit der Errichtung eigener geburtshilf- licher Anstalten. In Deutschland zuerst in Strassburg und später in Göttingen (durch Roederer [1726—1763] den ersten Professor für Geburtshilfe). Für die klinische Medizin ist bedeutungsvoll, bleibt aber lange Zeit unbeachtet die Erfindung der Perkussion durch Auenbrugger in Wien. Der Einfluss der Hallerschen Lehre von der Irrita- bilität und Sensibilität macht sich in zahlreichen neuen Systembildungen geltend, welche bald die eine oder die andere Seite der Lebenskraft oder sie als Ganzes in irgend einer mystischen Vorstellung zum Mittelpunkte haben. 1. Cullen, Professor in Edinburg (1712—1790). Sämtliche Lebensvorgänge sind abhängig vom Nervensystem und die Erkrankungen desselben äussern sieh in einem Spasmus oder Atome der Körperteile (Annäherung an die Hoffmannsehe Lehre). 2. Brown (Schüler von Cullen, geb. 1735 in Schott- land).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21035520_0026.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)