Ophthalmiatrik : nach den neuesten Forschungen für das Studium und die Praxis bearbeitet / von Carl Hermann Schauenburg.
- Karl Hermann Schauenburg
- Date:
- 1865
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Credit: Ophthalmiatrik : nach den neuesten Forschungen für das Studium und die Praxis bearbeitet / von Carl Hermann Schauenburg. Source: Wellcome Collection.
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![I. DIE AUGENHÖHLE (Orbita). Anal, physiol. Einleiliing. — Die Augenhöhlen, zu c. 7^ ihres Quer- durchmessers von einander entfernt, liegen in unregelmässiger Pyramidalform neben einander. — Die inneren, der Nasenhöhle zugekehrten Flächen wer- den vom Thränenbein, der lamina papyracea, dem proc. orbil. des Gaumenbeins und hinten vom kleinen Flügel des Keilbeins gebildet; vorn an dem marffo or- bilalis internus zeigen sie die fossae lacrymales, die nach der Nase zu in die canales nasotacrymales übergehen, oben die foveae trochleares mit der knorp- ligen Eolle für die Sehne des m. obliq. super. Zwischen den Papierplatten und Stirnbein öffnen sich mehrere foramina elhrnoidalia. - - Die äusseren Flä- chen, vom grossen Keilbeinflügel, dem Jochbein und dem proc. ssyc/omat. des Stirnbeins gebildet, enthalten vorn ein foram. sujgoinal. zum Durchtritt des nerv, subculaneus malae, hinten ein zweites für den nerv, xygomaticus und vorn oben die Thränendrüsengruben. Die unteren Flächen, hauptsächlich vom Oberkieferknochen gebildet, in dem sich das anlrum Highmori befindet, enthalten die sulci und canales infraorbitales für die gleichnamigen Arterien und Nerven. — Die oberen Flächen oder Dächer der Augenhöhlen werden von den aus- gehöhlten Horizontaltheilen des Stirnbeins, der sie von der Scbädelböhle trennt, und hinten vom kleinen Keilbeinflügel gebildet. — Die vorderen Ränder dieser vier Flächen der Augenhöhlen, als Basis ihrer Pyramidalgestalt gedacht, um- schliessen die apertura orbilalis, deren Querdurchmesser zu 18' angenom- men wird, während der senkrechte nur 15' beträgt. — Von der Basis bis zur Pyramidalspitze der Augenhöhle misst man 21', wenn man die Spitze nach Innen und Hinten in das foramen oplicum verlegt. Jede Basis ist um ein Geringes nach Aussen gerichtet, wesshalb ]}]. Ignalx Weber in Bonn die Axen lieber durch die fis.surae orb. sup. gehen und an der sella lurcica sich kreuzen lässt. — Die sieben Knochen, welche hiernach die Augenhöhlen constituiren, sind Oberkiefer, Jochbein, Stirnbein, Keilbein, Siebbein, Thränen- und Gaumenbein. — Auf der Innenseite jedes Augenhöhlenhintergrundes öffnet sich im kleinen Keilbeinflügol das foramen opticum für den nerv. opt. — Nach Oben und Aussen von dem- selben klafft die fissura orbil. super., durch welche die N. N. oculomot. trochlear. abduc. und der 1. Ast der nerv, trigemin. ein — die vena ophthalmica austritt. Diese Spalte, ^j\'‘ lang und c. H/2' breit, liegt zwischen den beiden Keilbeinflügcln. — Nach Unten und Aussen vom for. opt. erstreckt sich die fissura orbit. infer. und öffnet die Augenhöhle nach der Schläfengrube und der Flügelgaumengrube; breiter und länger als die obere Spalte, treten vom f)ramen rotundum her durch sie die nerv, infraorbital, und subcutan. malae, beide dem 2. Trimaginalaste angehörig ein. Von der carot. ext. sendet die a}'f. ma.vill. int. die art. infra orbital, durch die Spalte herein, während die gleich- namige Vene durch sie zurückläuft. Die Periorbita, locker die Augenhöhlen auskleidend, communicirt mit der fuiameninx durch das for. rotiind. und die ßss. orb. sup., mit dem angrenzen-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22330781_0023.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)