Ueber einen Fall von Carcinom des Ductus thoracicus mit chylösem Ascites ... / vorgelegt von Otto Leydhecker.
- Leydhecker, Otto.
- Date:
- 1893
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Credit: Ueber einen Fall von Carcinom des Ductus thoracicus mit chylösem Ascites ... / vorgelegt von Otto Leydhecker. Source: Wellcome Collection.
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![mikroskopisch fand man viele rothe, wenig weisse Blutkörperchen und eiuin durchsichtige Flocken, wohl Fibrin. Am anderen Tage hörte man auch al der rechten Lunge mittelblasiges, reichliches Rasseln. Man machte lin eine neue Probepunction, diesmal in der Scapularlinie, und bekam ei seröse Flüssigkeit. Darauf schritt man zur Punction der linken Pleurahöh die etwa 300 ccm trüber, seröser, opalescirender Flüssigkeit zu Tag beförder i welche sofort gerann. Ihr specifisches Gewicht war im frischen Zusta 1008, nach dem Erkalten 1011. Eiweiss war reichlich darin, doch nur wer morphotisehe Elemente, bestehend in vereinzelten Leukocyten; kein Fibr wie es scheint auch kein Fett. Die Patientin war sehr schwach, hatte grosse Athemnoth und stark lt schleunigten (148), kleinen, aber regelmässigen Puls. Frottement war au jetzt noch nicht zu hören. Es wurde eine ziemlich reichliche Menge ei] serös-schaumigen Sputums von gelb-rötblicher Farbe entleert. An dies; Tag waren wiederholt Analeptica nöthig. Tags darauf ging es der Fi besser. Fieber hatte sie während der ganzen Krankheit nicht, die Tem ratur hielt sich stets zwischen 36,2 und 37,2. Auf der linken Lunge war die Dämpfung am 14. November ganz > schwunden, nur feinblasige Rhonchi waren erhalten. Dazu trat noch dem Frottement ähnliches Geräusch, das aber nicht sehr ausgesprochen ^ Die Athemnoth wurde Tags darauf wieder sehr gross. Das Oedem der B< nahm zu, der Abdorainalumfang betrug jetzt 84 cm. Am 16. November s ' die Dämpfung links hinten unten bis 2 Finger breit über den unteren U pularwinkel; darüber Bronchialatbmen. Die Hände wTurden ödematös, \ sonders die rechte, ebenso die Füsse, stärker wie seither. Der Bauchumf j war jetzt auf 89 cm gestiegen, in der Pleurahöhle stand die Flüssigkeit! 6. Brustwirbel beiderseits. Am nämlichen Tage wurde die Punctio abdominis vorgenommen, f entleerten sich 1500 g einer gelblichen, milchig-trüben Flüssigb vom specifischen Gewicht 1007, nach der Abkühlung 1012. 5 kroskopisch fand man etwas Fett, -keine Kokken und ke Epitbelien. Eine quantitative Analyse des Fettgehaltes, sowie eine Un suchung auf Eiweiss und Zucker wurde damals leider unterlassen. Nach der kleinen Operation war der Bauchumfang auf 79 cm zur: gegangen, es träufelte nicht besonders viel Flüssigkeit nach. Bei wechs? dem Befinden stieg in den nächsten 2 Tagen die Athemnoth, der Abdomi umfang nahm bis 84 cm zu. Am 21. Nov. hatte die Patientin 4 di Stühle, starke Blähungen, aber keine Dyspnoe, Puls 96. Mittags prolal aus der Punctionswunde ein Stück Netz, welches sehr leicht blutete. I>; doppelter Ligatur wurde es abgetragen. Später wurde der Puls klein > frequent, und trotz der üblichen Exoitantien trat um lOf Uhr Nachmil 8 der Tod ein. Die klinische Diagnose lautete auf Carcinoma ventriculi, linksse;: Pleuritis und carcinomatöse Peritonitis. Am anderen Morgen 10 Uhr fand die Section statt. Wir hatten folge:](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30588819_0018.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)