Grundriss der operativen Geburtshilfe für praktische Ärzte und Studirende / von Dr. Friedrich Schauta.
- Friedrich Schauta
- Date:
- 1896
Licence: Public Domain Mark
Credit: Grundriss der operativen Geburtshilfe für praktische Ärzte und Studirende / von Dr. Friedrich Schauta. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Francis A. Countway Library of Medicine, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Francis A. Countway Library of Medicine, Harvard Medical School.
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No text description is available for this image![liehen geburtshilflichen Operationen, noch auch bei Laparotomien gebraucht. Man verwendet zum Reinigen der Wunde hydrophile aseptische Gaze oder bei Dammnähten permanente Irrigation mit durch Kochen sterilisirtem Wasser. Die Bauschen und Compresseu aus hydrophiler Gaze, welche bei Laparotomien in Anwendung kommen, werden in Sublimat 1 : 500 gekocht, dann in Sublimat von 1 : 1000 aufbew^ahrt, unmittelbar vor der Operation werden sie in sterilisirtem Wasser gut ausgedrückt und aus einem reinen Getasse zur Operation gereicht. Noch besser ist es, sie im strömen- den Wasserdampfe zu sterilisiren. Zur Aufnahme grosser Flüssig- keitsmengen bei starken Blutungen der Genitalien eignen sich ganz besonders die aus Holzwolle bereiteten Schwämme. Man nimmt zu diesem Zwecke ein grösseres Stück hydrophiler Gaze, füllt dasselbe mit Holzwolle locker an und bindet die Gaze an einem Ende tabaksbeutelartig zu. Derartige Schwämme werden in derselben Weise sterilisirt und aufbewahrt wie die Bauschen und Compressen. 5. Nach Operationen an den äusseren Genitalien wird ein antiseptischer Verband in der Weise angelegt. dass man eine Schichte Jodoformgaze auf das Genitale und darüber einen dicken Bausch von Watte applicirt und den ganzen Verband durch eine T-Binde festhält. Zum Verbände nach Laparotomien braucht man Jodoformgaze, hydrophile Gaze, Watte, eine Calicobinde und eine mehrköpfige Flanellbinde. Alle diese Verbandstoffe können vor- sichtshalber, wenn die Einrichtung vorhanden ist, in einem Wasser- dampf-Sterilisator sicher aseptisch gemacht werden. Die exacteste Ausführung und Beobachtung aller Desinfections- massregeln ist heutzutage Pflicht eines jeden Arztes und eine Sicherung des Erfolges auch nach schweren und eingreifenden geburtshilflichen Operationen. Die geburtshilflichen Operationen und deren Vor- bereitung im Allgemeinen. Die geburtshilflichen Operationen werden eingetheilt in vor- bereitende und entbindende. Als vorbereitende sieht man an die künstliche Unterbrechung der Schwangerschaft, ferner die Beseiti- gung von Hindernissen seitens der weichen oder harten Geburtswege, die Beseitigung von Hindernissen seitens des Eies und die künstlichen Lageveränderungen der Frucht, welche wir vornehmen, wenn wir durch dieselben einen günstigen Einfluss auf den Geburtsverlauf auszuüben hoffen. Bei den entbindenden Operationen wird das lebende Kind durch Zug am Kopfe (Zange) oder am Beckenende (Extractiou) zu Tage gefördert und die Herausbeförderung in manchem Falle durch Druck von oben unterstützt (Ex])ression). Bei einem für die Zange oder für die Extraction unüberwindlichen mechanischen Hindernisse für die Durchleitung des Kopfes wird letzterer verkleinert werden müssen (Perforation). Bei Querlage und](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21076571_0023.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)