Atlas typischer Röntgenbilder vom normalen Menschen : ausgewählt und erklärt nach chirurgisch-praktischen Gesichtspunkten, mit Berücksichtigung der Varietäten und Fehlerquellen, sowie der Aufnahmetechnik / von Rudolf Grashey.
- Grashey, Rudolf, 1876-
- Date:
- 1912
Licence: In copyright
Credit: Atlas typischer Röntgenbilder vom normalen Menschen : ausgewählt und erklärt nach chirurgisch-praktischen Gesichtspunkten, mit Berücksichtigung der Varietäten und Fehlerquellen, sowie der Aufnahmetechnik / von Rudolf Grashey. Source: Wellcome Collection.
76/372 page 60
![[z. B. Kontraktur], (Fig. 98, Bild 68); ver- schiedene Einstellung, je nachdem der Proc. cubitalis humeri oder der Gelenkteil der Vorderarmknochen dargestellt werden sollen. 5. Sagittalaufnahme bei proniertem Vor- derarm (Bild 67). Als Regel gilt eine D o p p e 1 a u f n a h m e (auf eine Platte 18X24) Typus la und 2 a. Beide ergänzen einander. Bei allen Ellbogenaufnahmen muss der ganze, hori- zontal liegende Oberarm und der ganze, ebenfalls horizontal liegende Vorderarm einschliesslich Handgelenk gut unterstützt und von oben durch Sandsäcke fixiert werden. Eingestellt wird bei der seitlichen Aufnahme das leicht fühlbare Humeroradial- gelenk, bei der sagittalen die Mitte der Ellenbeugefalte, entsprechend der Höhe des gleichen Gelenkspalts. Trotzdem bei der radioulnaren Projektion das Humeroradial- gelenk der Platte nicht direkt anliegt, kommt es doch ganz gut zur Anschauung, wenn man nur mit der Röhre etwas weiter weggeht (Abstand Fokus-Platte mindestens 40 cm). Noch schärfer erhält man es allerdings in der Projektion 1 b (Fig. 90). Für Ellbogenaufnahmen braucht man weiche, höchstens mittelweiche Röhren, damit man auch die einzelnen Muskelgruppen deutlich sieht. Ein Stück handbreit ober- und unter- halb des Gelenks soll noch auf dem Bild zu sehen sein, der Gelenkmittelpunkt muss also ungefähr in die Mitte des Bildes kommen. Alle Aufnahmen können in sitzender Stellung erfolgen mit Ausnahme der Position 1 b, bei welcher (Fig. 96) der zu Untersuchende auf dem Tisch liegt mit eleviertem Arm*). Die sagittale Aufnahme in dorsoventraler Richtung ist auch etwas umständlich, man muss (Fig. 91) den im Schultergelenk stark einwärts gedrehten, im Vor- derarm stark pronierten Arm gut einspannen (Schraubzwingen Fig. 38 u. a.) und beschweren. Der ganze Arm muss horizontal liegen. Die Aufnahme empfiehlt sich, wenn in der Ellenbeuge ein Gebilde näher zu untersuchen ist, wobei allerdings die seitliche Aufnahme die wichtigste ist. Um das Radiusköpfchen FiS‘ 97' Ellbogengelenk dorsoventral. genau zu untersuchen, muss man es in zwei Richtungen sehen; dabei ist zu bedenken, dass bei Position 1 a und 2 a beidemale das Capitulum in derselben, d. h. sagittalen Richtung gesehen wird, wenn das erstemal supiniert, das andermal proniert wurde. Man wird daher eventuell noch eine Aufnahme in sagittaler Richtung bei halb proniertem *) Es könnte auch der sitzende Kranke den Vorderarm senkrecht aufstellen, angelehnt seitlich an die vertikal stehende Platte, die seitlich bestrahlt würde.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28134953_0076.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


