Das Atherom : ein eingebalgtes Epitheliom / von A. Wernher.
- Wernher, Adolph, 1809-1883.
- Date:
- [between 1863 and 1883?]
Licence: Public Domain Mark
Credit: Das Atherom : ein eingebalgtes Epitheliom / von A. Wernher. Source: Wellcome Collection.
12/34 (page 232)
![sich mit der Pincette leicht voneinander ahziehen. An der unteren flachen Seil^ ist die innere Lamelle des Faserbalges an mehreren Stellen durch unregelmässig^ Fasermassen verdickt und undurchsichtig gemacht. Doch lassen sich nur an zw! Stellen zwei kleine schfotkorndicke, concentrisch geschichtete Zellenkugeln, welcL in diese Faserinasse eingebettet sind, entdecken, welche dieselben Eigenschaften wj die in dem vorhergehenden Präparate beschriebenen besitzen. Sie lassen sich sek leicht enucleiren, besitzen einen weissen Kern und helle Randschichten und liegt! in einem kugligen Neste, welches mit einer feinen Faserhaiit, die mit ihnen i keiner unmittelbaren Verbindung steht, ausgekleidet ist. Durch Behandlung ir; Essigsäure hellen sieh diese Fasern auf und ein feines, kernhaltiges Pflasterepitheliuj wird sichtbar. Der Rest der verdickten Stelle des Faserbalges besteht nur a' Fasern, denen Kalkklümpchen unregelmässig beigemischt sind. Der Hornbalg, d, den atheromatösen Brei zunächst umschloss, besitzt nur eine geringe Dicke. Seiil äussere Oberfläche ist höckerig. Unter dem Mikroskope sieht man, dass die- feinen Höckerchen eben so vielen concentrischen Zellenkugeln entsprechen, welc sich von dem Faserbalge gelöst haben und in die Zusammensetzung des Hornbalg,i eingegangen sind. Feine Queerschnitte der äusseren Oberfläche desselben, mit etw^ Kalilauge aufgehellt, lassen mitten zwischen kernhoUigen polyedrischea Zellei concentrisch geschichtete, langgestreckte Zellen erkennen, welche einen aus melj fachen Zellen gebildeten Kern umschliessen. Diese, in ihrer Entwicklung weit fo] geschrittenen geschichteten Epithelialkiigeln stehen theils so dicht beieinander, ds sie sich gegenseitig berühren, theils sind sie durch weitere Zwischenräume, die n) nicht geschichteten Zellen ausgefüllt sind, von einander getrennt. Ein anderes Präparat, welches ebenfalls sich nahe hi anschliefst, zeigt Folgendes. Beobachtung VI. Es ist ein platt ovaler, fast eigrosser Tumor, dessen Ursprung mir unbekanl ist, von dem aber ein anhängendes Stück Kopfschwarte beweist, dass er ebenfal von dem behaarten Theile des Kopfes entnommen ist. Er liegt unter der CuÜ die über ihm nur verdünnt ist, mit dem Balge aber in keiner näheren Verbinduii steht. In dem halbflüssigen breiigten Inhalte schwimmen viele kuglige und plai| Massen von dem Umfange eines dicken Schrotes und grosser. Es sind Massen vß Zellen, welche in Kalilauge anfquellen und deutlich werden. Der Balg besit;6 wie die früher beschriebenen 2 Hüllen, eine äussere fasrige, eine innere hornigi Der Faserbalg ist besonders fein, durchsichtig, wie die feinste seröse Haut, .3 seiner inneren Fläche glatt, an der äusseren filzig. Nur an zwei Stellen (Fig. fanden sich undurchsichtige knorpelartige Einlagerungen in diese feine Membrä'i von denen die eine etwa die Grösse eines Gulden, die andre einer starken LinJ hat. Diese Einlagerungen, welche sich mit dem Faserbalge abziehen, cntspreclr^ Lücken in dem Hornbalge, von denen die grössere vollkommen bis zu dem flüssigem Inhalte durchdringt, die kleinere nur eine oberflächliche Vertiefung hinterlässt. Diel beiden undurchsichtigen Stellen bilden nur ganz flache, Linie dicke Platten, V((](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30566137_0012.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)