Das Atherom : ein eingebalgtes Epitheliom / von A. Wernher.
- Wernher, Adolph, 1809-1883.
- Date:
- [between 1863 and 1883?]
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Credit: Das Atherom : ein eingebalgtes Epitheliom / von A. Wernher. Source: Wellcome Collection.
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![»rlgeselzle Untersuchungen haben mir aber gezeigt, dafs das, as die voranstehend beschriebene Geschwulst allerdings in ^r auffallendsten Ausbildung darbietet, Eigenthümlichkeiten des •■öfsten Theiles der sogenannten Atherome sind. F]in in mikroskopischer Beziehung dem vorbeschriebenen ihe stehender Tumor ist der folgende, der ebenfalls von der lopfschwarte eines jungen Mannes entnommen ist, Beobachtung III. Der Tumor ist etwa von der Grösse einer zahmen Kastanie, flachrund, nach jjn hin etwas stärker als nach unten gewölbt. Er liegt dicht unter der behaarten Ipfschwarte, die er über sich verdünnt hat, die sich aber doch leicht so von ihm )räpariren lässt, dass es unzweifelhaft wird, dass zwischen beiden keine Reste es obliterirten Ganges bestehen. Der Inhalt des Balges ist eine feste Masse, die en das Centrum nur krümlig, nicht flüssig wird. Der dünne Balg ist fasrig, äussere Lamelle locker, filgig, die innere dichter. Auf der letzteren liegt, zum !;ile so locker, dass sie sich mit der Pincette abziehen lässt, zum Theile aber }h in die Faserlagen selbst eingesenkt, eine sehr dünne, unregelmässig weisslich jirbte Lage. Unter dem Mikroskope (Fig. 3.) erscheint dieselbe als zum grossen “‘.ile ihrer Ausdehnung aus einer nicht fasrigen Grundsubstanz bestehend, in welche 63 Menge Klümpchen und Kerne von der mannichfachsten Grösse und Gestalt ein- jenkt sind. Sie sind theils vereinzelt, theils, und zwar in grosser Zahl, gruppen- ise vereinigt, rund, länglich, unregelmässig, an vielen Stellen mit herzförmigen jr 8förmigen Einschnürungen und Spaltungen. Die kleinsten werden, auch bei stärkeren Vergrösserungen, kaum sichtbar, die grösseren bilden sehr umfäng- tc Klumpen. Die kleineren sind einfache, schwach gelblichgrün gefärbte Klümp- |n, an den grösseren wird Hülle und Kern sehr deutlich. Ihre Ränder sind sehr iurf, dunkel gezeichnet, so dass sie fast Fetttropfen gleichen. Doch ändert Aether, »ist kochend, nichts an ihrem Bestände. Nur die Platte, in der sie liegen, schrumpft |as. Auch Essigsäure verändert sie wenig; in Kalilauge lösen sie sich sehr bald . Alle grössere Klümpchen der Art sind von sehr scharf gezeichneten Hüllen geben, die bei vielen sich concentrisch schichten. Doch sieht man grosse Klümp- jn, die der Hülle noch entbehren, während viel kleinere schon mit mehrfach ge- jichteten umgeben sind. An vielen der grösseren Klümpchen sieht man im Innern irne und Körnchen. Ausser diesen Gebilden sieht man in derselben Fläche, mehre hsse, zusammengesetzte, epitheliale Globuli, und in deren Umgebung sehr schöne, pidialtige Epithelialzellen. ’ ln den beiden voranstehenden Beobachtungen erscheinen Sr. epithelialen Wucherungen in der Faserhaut des Balges in l'|r Form von zahlreichen Bruträumen, Kernen, und epithelialen, Hiht schon selbst wieder eingebalgten Globulis. Die nachfol- [Inden Beobachtungen zeigen uns, neben diesen, gröfsere](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30566137_0009.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)