Griechische Märchen, Sagen und Volkslieder / gesammelt, übersetzt und erläutert von Bernhard Schmidt.
- Date:
- 1877
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Credit: Griechische Märchen, Sagen und Volkslieder / gesammelt, übersetzt und erläutert von Bernhard Schmidt. Source: Wellcome Collection.
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![in einer typisdien Idternklage am Grabe dcH gehbjrbenen Hiuden iiu Siehenhürger Saclisenlande; 'Wonäo wirsch Ulo weder kuu? Won de scliworz röwen wais filderclier Inin.’ (G, Schüller Volksthüml. Glaube und IJi’.auch bei Tod und ßegrähniBS im Siebenb. SachseDl. II, S. 31J. 11. V. 1. Tö viö für TÖv viöv, wie V. 3 x6 Md'i für t6v Mdi'v (d. i. Mdiov). — TToO cuveßTdvoupe: den wir zusammen hinaustragen, dem wir gemeinschaftlich das letzte Geleit geben (oder zu geben im be- griffe sind). V. 2. ipriXöc, d. i. üipriXöc. — Xu'fvöc ist die richtige Schreibung, 2iicht \iyv6c, denn das Wort hängt offenb.ar, ebenso wie XuTcpoc, mit altgriech. \0'foc zusammen. V. 3. Tc(i uXaraic für cto^ (eic xaic) irXclxmc. V. 8. äm^KOUTriexr) ward mir durch ^ßuGicGr] erklärt: seiner Ety- mologie nach kann aber dTraiKouuiCoupai (äiroKOUTiicopai) eigentlich nichts andres bedeuten als: die Ruder (Koumd) verlieren. 12. Im Eingang sehr ähnlich ist ein Klagelied bei Razelon .S. 11: Ziva coö -irpeTrouv, pdxia pou, evved pupoXoyicxpaic, 'H xpetc vü xXaivc xö TrpuJi k’ i)| xpetc xö pecrjp^pi, K’ (| xpixaic k’ ucxepiüxepaic xd xpid xoö pecovüxxou. Vgl. auch NeoeXX. ’AvdX. I, S. 123 f., Nr. 74. V. 4. KV) dXXtujc xö pupoXöi! Nachdem die Klagefrau den ver- storbenen Jüngling in ehrerbietiger und förmlicher Weise mit den Worten dpxovxiKÖ Kr) euyeviK^ angeredet hat, ändert sie plötzlich den Ton und nennt ihn traulich ihren Apfelbaum. Dieser Wechsel des Tons wird vorbereitet durch die obige Parenthese, deren Sinn kein andrer sein kann als der in der Uebersetzung gegebene. V. 7. xcdpiraic: xcdpTia bezeichnet nach einer von Kremos mir zugegangenen Mittheilung u. a. eine Schnur, au die Perlen und der- gleichen angereiht sind, und diese Bedeutung ist unsrer Stelle durch- aus angemessen. 13. V. 1. pevOxeue: pevuxeuuj, d. i. offenbar ptivuxeöuj mit Erhaltung des ursprünglichen Jjautes dos i-| (vgl. Volksl. d. Neugr. I, S. 991, von piivoxpc gebildet und gleichbedeutend mit ppviiuu. V. 4. poTpa hier in der Bedeutung 'Yerheirathung, Hochzeit’, über welche vgl. Volksl. I, S. 220. *V. 5. dcxpixjic eine für sehr gefährlich geltende Schlangenart. Vgl. ’Gqpiipepic xinv <hiXopaGuiV'1858, S. 440. 14. V. 1. popoydpii: popoydpiu, gleichbedeutend mit ßpahbvu), zögeni, säumen, vorzugsweise im Pelojionnes gebräuchlich und namentlich in Arkadien allgemein (’G(ppp. xuiv <h»Xop. 1864, S. 40.ö), i.st möglicher](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24873329_0260.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


