Griechische Märchen, Sagen und Volkslieder / gesammelt, übersetzt und erläutert von Bernhard Schmidt.
- Date:
- 1877
Licence: Public Domain Mark
Credit: Griechische Märchen, Sagen und Volkslieder / gesammelt, übersetzt und erläutert von Bernhard Schmidt. Source: Wellcome Collection.
261/296 page 255
![Weise aus dem lateinischen moror entstanden. KoraTs dagegen, -welcher 'AxaKTa IV, 1, S. 330 |uopYoipiu aufühvt und dieses Verb gleichfalls l'eloponnesier in dem Sinne von ßpabOvuu hatte brauchen hören, möchte es von einem alten nnbezengten Wort pop'faipiu ableiten, mit Böziehnng auf die Glosse des Hesychios popYuXXeT' xPovouXkcT. — dcndpi, türkisches Wort (asker), gewöhnlich 'Heer’, hier 'Volk, Menge’. — Der Sinn des Verses ist: der Leichenzug mit dem Träger des Crucilixes an der Spitze möge sich noch nicht in Bewegung setzen. V. 3—4. Aehnliches bei Razelou S. 11: Mdxia pou, KXaiei xö cTiixi cou, pupoXoyp {] abXp cou, CxdSouv xd Kepapiöia cou tvveä Xoyuuv fpappdKi. V. 4. KXatv, d. i. KXaiouv. — ditoKcpdpixa, von K^papoc gebildet, die Dachrinnen, ein ungewöhnlicher Ausdruck. — cxave für cxdouve, von cxduj, einer Nebenform von cxdttu. Vgl. Kuxxdiu (37, 12) für kux- xd2u). — qpappdKi hier, ebenso wie bei Razelou a. a. 0., so viel als fpappuKepd bdKpua. 15. Klaggesapg einer Wittwe an der Bahre des todten Gatten. Ein ähnliches, wenn auch im Einzelnen vielfach abweichendes Zwiegespräch z\yisehen einer Mutter und ihrem verstorbenen Sohne bei Razelou S. 32. V. 1. €i)xoO: eüxöc für aüxöc ganz gewöhnlich auf Kephalonia und Zakynthos, und auch anderwärts gebrimchlich, z. B. auf Kreta (vgl. Jeannaraki Kretas Volkslieder, Leipzig 1876, S. 333) und auf den Kykladen (vgl. Pio in Tidsskrift for Philologi, 7. Aarg. 1866, S. 13 des bes. Abdrucks). -Auf den beiden zuerst genannten Inseln wird der Genetiv eüxoO zugleich als Umschreibung für das Pronomen der 2. Person gebraucht, z. B. eüxoö vd xö Kdpi;ic, was für höflicher gilt als icv vd xö KdpT)c. Vgl. auch das von ebendort stammende Volkslied bei Passow Nr. 593, 5: €öxoO coö cxdpviu, XuYePü) Tpia CKOuXid Xivdpi, wo man wohl eöxoO cou zu coxrigiren hat, was der allenthalben üb- lichen Umschreibung xoO Xöyou cou entsprechen würde. Was nun unsre Stelle betrifft, so kann hier eöxou nichts andres sein als Um- schreibung für ci oder Jcö, welches daun im 2. Verse noch nachfolgt, um jenes wieder aufzunehmen, weil eöxoO durch den dazwischen ge- tretenen Relativsatz zu weit von seinem Verbum öpKiSiu getrennt ist: an das Ortsadverbium eöxoO (d. i. aöxoO) zu denken, welches Nr. 55, 9 mein. S. und bei Pass. Dist. Nr.’Sll. 342. 343 vorkommt, geht schlechter- dings nicht an. — cx’ dYupiKO xaSibi, d. i. eic xö xaHiöi, ö0ev 6öv YupiZei Küveic, 'illuc unde negant redire quemquam’ (Catull. 3, 12). Ueber diese und ähnliche Umschreibungen s. Volksl. I, S. 235. Die folgenden Worte c’ öpKÜIuj vci poO uflc iröxe vö ck xrpocpdvu) stehen eigentlich im Widerspruche damit, allein dieser Widerspruch erklärt sich aus dem Typischen des Ausdrucks xö dynpiKO xaSiöi. V. 2. 060V: 04oc für 0eöc die auf Zakynthos vorherrschende Be- tonung, welche, wie unser Lied zeigt, auch auf Kei)halonia neben der anderen (vgl. 40, 2. 41, 6 u. 9) vorkommt. V. 3. Ncc ^)iHiu. Dass (tixvuj, werfen, von j5)qYvuuj (nVfVupi abzu-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24873329_0261.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


