Griechische Märchen, Sagen und Volkslieder / gesammelt, übersetzt und erläutert von Bernhard Schmidt.
- Date:
- 1877
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Credit: Griechische Märchen, Sagen und Volkslieder / gesammelt, übersetzt und erläutert von Bernhard Schmidt. Source: Wellcome Collection.
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![leiten und demnach mit ii zn schreiben sei, wie Korais 'ATaKTa II, S. 319 aufstellt, dem Mullach ad Demetr. Zen. v, 372 und Grammat. der griech. Viilgarsprache S, 297 folgt, kann ich nicht für richtig halten. Schon die Bedeutung spricht entschieden dagegen. Ich sehe ^ixvuj als durch Aspirationswechsel aus f)irpvuj entstanden und dieses als vulgare Nebenform für fjiTTTUj an. Vgl. qp^pvuj für qiipw, cx^pvuj (cT^Xvuj) für CT^Wuj, öujüxvuj für bujÜKUJ, dptrdxvuj (.37, 12; für äpudZui, ferner Kpüßu) KÖßu) für kplitttu) kötttuj, und ähnliches. (Soeben sehe ich, dass auch M. Deffner die Ableitung des Verbs fiixvuj von ^fiYvupt verwirft und dasselbe ebenso erklärt wie ich, in den NeoeXX. ’AvdX. I, S. 447.j V. 6. ”A (pTido^c, d. i. öv q)T. V. 8. CTi'i — Yfic: s. zu 3, 1. V. 9. udTTXujpa, entstanden aus dtpditXujpa. Vgl. Korais 'AraKTo II, S. 301. V. 10. TÖv Koupviaxxö: Koupviaxxöc für KoviapKxöc, Koviapxöc, altgriech. Koviopxöc. Ebenso 57, 4. V. 11. djpY*iocxdXaxxo, d. i. uüpaiocxdXaKxov, schön tröpfelnd. — qpappdKi, d. i. das Wasser, welches hier so bezeichnet wird in Kück- sicht auf den Ort der Trauer, auf den Grabstein, von welchem es herab träufelt gleich Thränen. Vgl. zu 14, 4, und unten 30, 11. V. 12. paxaYup(cT]c, d. i. pexoYupici]C. Vgl. 60, 4. 37, 13. 20, 15. 30, 14. V. 13. pirdvxa, ital. banda, Seite, uXeupd. Ebenso 42, 10. V. 14. dqpce für dcppce. . V. 15. cr)KUJ (auch 41, 1), ermunternder Zuruf, dem Siime nach unserm ' auf! ’ entsprechend, von den Heptanesiem viel gebraucht, auch von Du Gange S. 1357 (der»freifich cfjKO schreibt) angeführt, hängt mit dem Verbum cpKiOvuu zusammen, ist aber nicht eine Fle- xionsform desselben. Vgl. auch das trapezuntische coOk bei Passow P. C. Nr. 440, 33. — irdpe (Imperat. Aor. von iraipvm), dem Sinne nach dasselbe wie Kivrjce. Vgl. 16, 1., 29, 2.— qjeuYa eine häufig ge- brauchte , aber anomale und noch unerklärte Imperativform (wie von einem Verb q)euYdtu f. qpeÜYUJ). Dasselbe gilt von xp^x« (37, 11). V. 16. TTpixd dem Sinne nach dasselbe, wie das allgemeiner üb- liche irpixoO, welches Korais'AxaKxa II, S. 311 aus irpiv ou entstanden glaubt. Offenbar ist irpiv erster Bestandtheil auch von irpixd, aber die Zusammensetzung bleibt dunkel. V. 17. Unter xci) y'IC oi KXepovöpoi (d. i. KXppovdpoi) scheinen im Gegensatz zum Todten im Allgemeinen die des Erdenlebens sich noch Erfreuenden und hier siieciell die Träger des Sarges verstanden wer- den zu müssen. 16. Auf den Tod einer Hausfrau. V. 1. voiKOKupd für olKOKupd: s. zu 67, 11. — vd irdpq: s. zu 15, 15. V. 3. dirXuJce ex») pecoöXd xpe, wörtlich: sie griff an ihre zarte oder schlanke Mitte (gfcoOXo Deminutiv von pkp), d. h. an den ihren zarten Leib umspahnenden Gürtel, an dem der Schlüsselbund, das charakte- ristische Abzeichen einer wackren Hausfrau, hing.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24873329_0262.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


