Griechische Märchen, Sagen und Volkslieder / gesammelt, übersetzt und erläutert von Bernhard Schmidt.
- Date:
- 1877
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Credit: Griechische Märchen, Sagen und Volkslieder / gesammelt, übersetzt und erläutert von Bernhard Schmidt. Source: Wellcome Collection.
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![•fovdoc, welche letztere Form auf ZakynthoK in Oehranch itit t-fatt YOV€l')c)V V. 33. KÜpic, cl. i. KÜpiüC. V. 38. xP^^txa'fa für xpihcraa, Imperf. von xpuJCTdut, d. i, xptuJCT^ai, 59. Ein nierkwürdigcH Lied von offenbar ziemlich hohem Alter, desBen Entstehungszeit aber genauer zu bestimmen ich doch nicht versuchen möchte. Klar ist, dass für diese Frage ausser den Versen 1—2 und 15—16 noch von Wichtigkeit sind die Verse .5 und 22, wo der Held der Dichtung das erste Mal yuiöc toO ßaciXunc, das zweite Mal 6 ßaci- XiSc genannt wird, ferner 31 und 34, welche den Namen des könig- lichen Freiers enthalten, endlich aber auch V. 10 wegen der Hezeich- nung der Geliebten als 'Albaneserin’. Die zuerst V. 1.5 f. und dann noch an zwei weiteren. Stellen erwähnten Abgesandten des Prinzen 0OUKÖC, NiKr|q)öpoc und TpeporpdxiiXac sind offenbar dieselben, welche in dem Lied vom ^Sohn des Andronikos’ verkommen, das, nachdem es zuerst Zamirelios in der Schrift TTöOev f| Koivr) Xctic TpaToubü», S. 38 ff., aber mit mehreren eignen Zuthaten, veröffentlicht hatte (dar- nach Th. Kind Anthol. neugriech. Volksheder, Leipzig-1861, S. 2 ff., und Max Büdinger Mittelgriechisches Volksepos, Leipzig 1866, Anhang A), später zweimal von E. Legrand treu nach der im Besitze von Brunet de Presle befindlichen Copie herausgegeben worden ist, zum zweiten Male in dem Recueil de chansons iropulaires grecques, Nr. 87, S. 186ff., wo es von dem besungenen Helden V.llfi‘. heisst: Koveva qpoßdxai, Mnxe xöv TTexpov xöv 0ujKäv, pfixe xöv NiKqqjöpov, Mqxe xöv TT€xpoxpdxr|Xov, xöv xpöp’ ii Yp xp 6 KÖcpoc, Sv i^vai bixpoc tröXepoc, ptixe xöv Kmvcxavxivov. Denn OoukQc in unsrem Liede ist weiter nichts als vulgäre Aussprache für 0uJKdc, und auch TpepoxpdxpXac ist un- zweifelhaft identisch mit TTexpo'xpdxpXoc, wie auch der beiden Namen • gemeinsame Zusatz 'vor dem die Erde^und die Welt zittert’ beweist: es scheint, dass die erstere Namensform aus der letzteren verdorben, und dass diese Verderbniss eben durch das nachfolgende Wort xp^pei herbeigeführt worden ist. Noch weitere Corruptionen desselben, ofl'en- bar mit der Zeit dem Volke ganz unverständlich gewordenen Namens sind TpppaxöxeiXoc in dem Digenisliede bei Kind Anthol. neugriech. Volksl. V. J. 1861, S. 62, V. 4, und TpepavxdxeiXoc in der Version des nämlichen Liedes bei Passow P. C. Nr. 516, 4 Ferner gehört hierher ‘eine Stelle in dem jüngst von Legnind Chans, pop. gr. (spöcimen 1876), S. 14 veröffentlichten Gesang von Porphj'rios, wo V- 5 ff- der Held dieses Namens schon als Kind sich rühmt, 'nOüc dvöpec ööv q)oßdxai, Mfjxe xö Y^po xö Aoukü, ppxe xöv NiKpqiöpo, Mtjxe xöv MaupoxpaxpXoö, ttoö xp^p’ ü Tü ^ KÖcpoc ’; woselbst offenbar Ooukö für Aoukü (vgl. oben) und MaupoxpdxpXou (d. i. MaupoxpdxpXofv]) zu schreiben ist. Mehr weicht ab die entsprechende Stelle eines trapezuntischen Volkslieds bei loan- nidis 'Icxopia kuI cxaxicxiK)) Tpaireüoövxoc S. 288 ff., welches wieder abgedruckt ist in dem Buche von Sathas und Legrand 'Los exploits de Digenis Akritas’, Introduct. S. CH ff.: Onbö xöv Bdpvav q^ößoupai,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24873329_0280.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


