Griechische Märchen, Sagen und Volkslieder / gesammelt, übersetzt und erläutert von Bernhard Schmidt.
- Date:
- 1877
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Credit: Griechische Märchen, Sagen und Volkslieder / gesammelt, übersetzt und erläutert von Bernhard Schmidt. Source: Wellcome Collection.
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![08. Auch clieBcs Lied wurde mir als |iupo\öfi bezeichnet, und es sein, dass es wirklich ein Klaggesang für einen im Meere umgekom- menen und an den Strand gespülten .Jüngling ist. Wegen seiner grossen Achiilichkeit mit dem vorigen Liede indessen, welches ich als eigentliches pupoXÖYi nicht beteichten kann, habe ich vorgezogen es hierher zu stellen. Eine kürzere Version desselben findet sich bei Passow Nr. 350. V. 4. piröpic, Advorbium, gleichbedeutend mit icmc, hängt offen- bar mit dem Verbum gTropm (^gTropu)), d. i. öüvagai, zusammen (also wörtlich: 'es kann sein, dass’). Auf Kreta wird in demselben Sinne das von derselben Wurzel gebildete Adverb gTtopdxujc gebraucht. S. Jeannaraki Nr. 47, V. 49 und 50 (wo gleichfalls, wie an unsrer Stelle, der Conjuiictiv nachfolgt) und Nr. 172, 15. Vgl. noch das kretische Lied bei Passow Nr. 247, 12, und im Allgemeinen Du Gange Gloss. S. 382. V. 5. cuvToZocouva, 2. Pers. Sing. Imperf. von cuvTdZogoi. üeber die Bedeutung s. zu 17, 1. Ich beziehe das Wort hier auf die Vor- bereitungen, die die Mutter für die Reise ihi’es Sohnes trifit, indem sie ihm Biscuit bäckt. V. 8. dvTfiiuepa (für’äv0i)pepa, von dvxi und r)p4pa gebildetes Adverb) x’ ai fimpYioO, d. i. am ersten Tage nach dem SL Georgs- tage ; wie xd dvxiXapTrpa und' xö dvxiiracxa den ersten Sonntag nach Ostern bezeichnen (vgl. Korai's ”AxaKxa IV, I, S. 22). Bei Passow Nr. 258, 7 und 345, 4 findet sich dvrpaepa mit dem Genetiv eines Heiligenuamens, was ^pridie’ bedeutet, wie schon Liebrecht in deiF Ergänzungen zu Passow’s Index (Gött. geh Anz. v. J. 1861, S. 568) bemerkt hat. — -iraveTÜpi, d. i. navriYbpi (D.emin. v. iravriTopic). Ueber diese Feste im heutigen Griechenland s. Volksl. I, S. 83—88. V. 9. Oaöpt^c, d. i. 0d eüp»;|c. V. 10. pTToXoöXa, Demiu. von pudXia, ^pnoXia (t)), mit welchem Worte das von den griechischen Bäuerinnen getragene, den ganzen Kopf bedeckende und über den Rücken hmabwallende Schleiertuch bezeichnet wird. Mau erklärt es als entstanden aus ^pßoXia (dpßdXXm). So Korais AxaKxa IV, 1, S. 119. V. 11. cxeTviüE»], von cxe^vinvcu, trocken wai'deu (vgl. altgr. exe- Yvöc cxeYvöm). V. 14. Yi«i nicht zu venvechselu mit der Praeposition Y*d, d. i. bid, entspricht unsrem wohlan! auf! Korais 'AxuKxa I, S. 295 f. ver- muthet mit Wahrscheinlichkeit, dass dieses parakeleusmatische y'“ entstanden ist aus dem hellenischen ela, das besonders bei den scc- nischeu Dichtern häufig vorkommt. — iroöpe, d. i. tinihiiev (ei- TTCupev). V. 16. vepavxcoOXa, Demiu. von vEpavxcid. V. 22. öx: zu 20, 18. V. 24. Derselbe Gedanke bei jeannaraki Nr. 305, 22 und bei Passow Nr. 354, 6.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24873329_0288.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


