Bau, Leistung und Erkrankung des menschlichen Stirnhirnes / von G. Anton und H. Zingerle.
- Anton, G. (Gabriel), 1858-1933.
- Date:
- 1902
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Credit: Bau, Leistung und Erkrankung des menschlichen Stirnhirnes / von G. Anton und H. Zingerle. Source: Wellcome Collection.
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![]0G selben Bahnen gelegen sind, welche mit den Parietal- windungen in directer Beziehung stehen. Nur mit einiger Wahrscheinlichkeit können wir dieselben der directen Rindenschleife beizählen, da wir keine eingehenderen Unter-, suchungen anstellen konnten über eine etwaige Endigung dieser Fasern innerhalb des Linsenkernes, und wir auch über ihren weiteren Verlauf nach abwärts nichts Bestimmtes aussagen können. Die aus dem Linsenkerne entspringenden, radiär gegen den Hirnstiel ziehenden Fasern sind jedenfalls zum großen Theile intact, wie sich aus ihrem deutlichen Verlaufe ersehen lässt. Durch den Tumor ist ferner die gesammte Ausstrahlung des Balkens in den Scheitellappen zugrunde gegangen, und wir konnten die secundäre Degeneration der Fasern derselben bis in den hochgradig verschmälerten Balken und selbst in die ge- sunde Hemisphäre hinein verfolgen. Übrigens sind auch die Balken- fasern zur vorderen Central wind ung und unteren Stirnwindung nur mehr in spärlichen Resten erhalten geblieben, so dass eigenthch auch im Bereiche des hinteren Stirnlappens die Beziehungen zur convexen ßindenoberfläche fast völHg aufgehoben sind. Unsere Annahme über die Durchflechtung der Balkenfaserung sehen wir im wesenthchen überall bestätigt. Aus Querschnitten an der Unterfläche des Balkens treten senkrecht die Fasern nach oben und innen zu den medialen Rindengebieten; Fasern, die an die äußere Seite der Seiten Ventrikel umbiegen, fehlen ganz. Der Balken am Dache des Ventrikels ist dort am lichtesten, wo er am Cingulum vorbeizieht, also in seiner dorsalen Hälfte, auch in dergesundenHemisphäre. Vielleicht hängt es mit dieser Fasern- degeneration auch zusammen, dass in der linken Hemisphäre der Balkenkörper oft nur mehr lose unmittelbar nach seiner Einstrahlung mit dem Hemisphärenmarke zusammenhängt. Jedenfalls ist es aber auffällig, dass der freie Balkenkörper überall in beträchtlicher Dicke sich darstellt und sich ganz rapid an seiner Einstrah- lung in die linke Hemisphäre verschmälert. Wir sehen darin neuerlich den Beweis, dass die Balkenfasern nicht allgemein in frontalen Ebenen von einer Hemisphäre in die andere verlaufen, obwohl ein Theil sicher diesen Weg geht, wie sich äus der Lichtung der oberen Balkenhälfte in der rechten Hemisphäre und aus einer deutlichen Abnahme der Ausstrahlung gegen die Con- vexität ersehen lässt. Die Lichtung in der lateralen Forcepsschicht wurde bereits hervor- gehoben. Es sei nur noch betont, dass die äußersten Fasernzüge dieser Schicht somit stärker gelitten haben, was daran denken lässt, dass](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21294847_0120.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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