Die Augenheilkunde des Ibn Sina / aus dem Arabischen übers. und erläutert von J. Hirschberg und J. Lippert.
- Date:
- 1902
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Credit: Die Augenheilkunde des Ibn Sina / aus dem Arabischen übers. und erläutert von J. Hirschberg und J. Lippert. Source: Wellcome Collection.
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![Drittes Kapitel. Ueber die Zeichen der Augenkrankheiten.1 Als Zeichen einer mit dem Gehirn im Zusammenhang2 stehenden Augen-Erkrankung <(gilt die Thatsache), dass im Ge- hirn gewisse Anzeichen seiner Schädigung, die schon erwähnt wurden, vorhanden sind. Denn, wenn seine inneren3 Häute als Vermittler gedient, wird man beobachten, dass die Schädigung und der Schmerz von der Tiefe des Auges ihren Ausgang nehmen. Und wenn heisse Materie <^dabei im Spiele) ist, wird man Niessen und Jucken in der Nase antreffen; und, wenn sie kalt ist, wird man kalten Ausfluss merken. Nur selten wird diese Verbindung bestehen mit dem Fehler einer einzelnen Mischung. Und wenn Zusammenhang besteht mit den äusseren Häuten, und die Materie von diesen aus- gegangen ist; wird <der Kranke) eine gewisse Spannung fühlen, welche von der Stirn und den äusseren Blut-Adern ausgeht und die Schädigung wird sich mehr in dem Theil zeigen, der auf das Lid folgt. Wenn <(das Augenleiden) im Zusammenhang steht mit dem Magen, so werden jene Symptome auftreten, die wir in dem Kapitel über die Wechselbeziehungen zwischen Gehirn und Magen erwähnt haben.4 Und, wenn dabei Gesichtstäuschungen5 auftreten, die durch den Magen verursacht werden, so wird man bei Leere des Magens eine Verminderung derselben, und bei Sättigung eine Vermehrung beobachten. Dagegen sind die Symptome der von einer Materie6 ab- 1 ahwäl, diädsacg. 2 Galen, von den örtl. Leiden, IV, c. 2 (B. VIII, S. 217). 3 Ceis.,VII, VII, 15; Galen, Syst.d.Heilkunst, XIII,c.22 (B.X,S.940). 4 Fan I, tr. 1, c. 15. 5 0avTäa(iaTa bei Galen. Vgl. die berühmte Stelle, von den örtl. Leiden, IV, c. 2 (B. VIII, S. 221 flg.). 6 Vgl. Ioann. Akt. neql öiotyväaecog na&ojv £' (Ideler, Phys. u. med. Graec. min., II, S. 444; Hirschberg, Arch. f. Ophth. XXXIII, 1, S. 51): rj yay fiövov aifiazog r] fiovrjg /oXrjg rj (pkey^aTog rj öijeog rj alvaov r) önoiov- örjTivog ällov r) ex diaqpoQcov xai (jvfinenleyiievav to gevfia (rwv 6(p&ak[j,cövy yivexai. (Ioann. Akt. lebte ja nach Ibn Sina, hat aber aus älteren Griechen geschöpft.) Vgl. auch Kap. 7, wo die entsprechenden Stellen aus AI ex and. Trall. u. A. angeführt sind.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21176814_0034.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)