Die Encephalitis lethargica / von C. Economo ... mit zwölf lithographischen Tafeln.
- Constantin von Economo
- Date:
- 1918
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Credit: Die Encephalitis lethargica / von C. Economo ... mit zwölf lithographischen Tafeln. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![diese Erkrankung kein Anhaltspunkt, sowie auch nicht für Para- tvphus, wie denu überhaupt die Obduktion gegen eine vom Darm ausgehende Ätiologie sprach. Eine andere, manchmal auch epidemisch aultretende Krankheit, an die mau denken mußte und die ebenfalls Encephalitis zu erzeugen vermag, ist die Heine-Med in sehe Polio¬ myelitis. Der Obduktionsbefund des Falles 5, des ersten Falles, der letal endete, welcher eine graurötliche Verfärbung des Rückenmarkes, speziell seiner grauen Substanz aufwies, legte am Seziertisch diese Diagnose nahe. Doch haben wir von einer Poliomyelitisepidemie in W ien heuer nichts gehört und gesehen; und es wäre wohl nicht zu erwarten, daß es eine Poliomyelitisepidemie gäbe, die bloß Ence¬ phalitis hervorriefe. Ferner verweisen wir auf das regelmäßig nerni- . _ o ö O tive Ausfallen der Wassermannschen Serumreaktion, welche doch hei Poliomyelitisfällen im Blute im Anfangsstadium oft ein positives Resultat gibt, und unsere Fälle wurden immer sofort daraufhin untersucht; außerdem haben die meisten unsere]- Fälle, mit Aus¬ nahme des Falles 4, das Kindesalter überschritten. Die Ausbreitung der Erkrankung ist auch nicht an irgend eine Gegend der Stadt oder einen Bezirk gebunden, sondern kommt in verschiedenen weit auseinanderliegenden Bezirken vor. Aus dem VII., VIII., XII., XIII., X\ I., XX. stammte je ein Fall, aus dem IX. und XIV. Bezirk je zwei Fälle. Ferner stammt ein Fall aus Wiener-Neustadt in Nieder¬ österreich, ein Fall aus Neutra in Ungarn und ein Fall aus Serajewo! Poliomyelitis als Ursache unserer Encephalitis schien also auch aus diesem Grunde noch unwahrscheinlich. Man mußte auch daran denken, daß es sich um eine Influenza¬ encephalitis handeln könnte, seitdem Leichtenstern18) in den Neunzigerjahren das häufige Auftreten von Meningoencephalitis und von hämorrhagischer Encephalitis bei Influenzaepidemien betont hat, und seit Oppen hei m24) und 25); der gerade Influenzaencephalitis mit Meningismus und Sopor beschreibt, war dies wohl der nächstliegende Verdacht. Später haben sich viele Arzte mit dieser Frage befaßt, Hemiplegien, epileptische Anfälle, akute Ataxien, Meningitiden und Myelitiden wurden als Folgekrankheiten der Influenza beschrieben (G o r d o n11), S i m o n:’°), F ried mann7). Speziell auch Augenmuskel - störungen, besonders im Gebiete des Okulomotorius, wurden wiederholt erwähnt (F u k u 1 a10), G u 11 m ann 13), T h o m p s o n:,s), C a r s t o n4). 1895 hat Na u werk22) in hämorrhagischen encephalitischen Herden manchmal den Pfeifferschen Bazillus nachweisen können. Ebenso](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29930297_0034.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)