Der Electromagnet in der Augenheilkunde : eine Monographie / von J. Hirschberg.
- Julius Hirschberg
- Date:
- 1885
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Credit: Der Electromagnet in der Augenheilkunde : eine Monographie / von J. Hirschberg. Source: Wellcome Collection.
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![kleinen Hornhautabscess mit dem Magneten, allerdings vergeblich, zu entfernen suchte und dieses Verfahren für ähnliche Fälle dringend anempfahl. Natürlich ist gerade in diesen Fällen, wo der Splitter in den oberflächlichen Lagen der Hornhaut sitzt, der Magnet meist überflüssig, da nach passender Fixation des Augapfels eine ge- wöhnliche Staarnadel das Gewünschte leistet; und nicht einmal sehr geeignet, da im Verhältniss zu der Kleinheit der eingepflanzten Eisentheile der Widerstand recht bedeutend zu sein pflegt. Aber aus naheliegenden Gründen beschäftigte man sich zu- vörderst mit den an der Oberfläche des Auges wahrnehmbaren Splittern: so gelang es dem englischen Arzte Dr.Milhes (1745), ein Eisenstückchen aus der Hornhaut zu entfernen.1 II. Es ist schwierig nachzuweisen, wer zuerst mit dem Mag- neten in's Augeninnere eingegangen ist, um Eisensplitter heraus- zubefördern. Ich habe viele Lehrbücher der Augenheilkunde aus der vorophthalmoscopischen Aera durchgesehen, aber nur allein bei Himly2 eine Erwähnung des Magneten gefunden: „Man kann ver- suchen, mit Hilfe des Magneten ein Stückchen Eisen zu extrahiren, welches in die Vorderkammer gelangt ist, falls dasselbe noch nach Aussen hervorragt, aber nicht weit genug, um mit einer Zange ge- fasst zu werdend Himly führt einen Fall von Dr. Meyer3 in netem rursus experiri in animo erat, firmato per aptum instrumentum oculo, ne moleste adeo cum scorio attraheretur. (Eine überflüssige Befürchtung.) Vides, ut ex magneticae attractionis, sicuti vocant, in speciem inutili . . . quae inde existere utilitas interdum possit et ad diagnoscendam morbi causam (was Pooley 1880 wieder versucht hat) et ad tollendam. Nihil enim dubii est, quin ejusmodi scoriae aut inter initia, quum fibrae nondum constrictae sunt, aut postea, quum laxantur, facile possint eximi magnetis ope, aut saltem ita demoveri, ut, nisi per se excidant, volsellis queant apprehendi. Neque haec in oculo tantum dico, sed in quacumque cui forte infixae fuerint parte (2). 1 I applied the loadstone and immediately the piece of iron flew out (3). — (Dr. S. Milhes 1745. Citirt von Snell, im British medic. Journal, den 17. Juli 1880.) 2 Die Krankheiten und Missbildungen des Auges von Dr. Karl Himly. Herausgegeben von Dr. E. A. W. Himly. Berlin 1843. II, p. 95. Karl Himly starb 1837. Seine Vorlesungen wurden von seinem Sohne heraus- gegeben, dem jene Notiz angehört, wie aus der Klammer [ ] deutlich hervorgeht. 3 Medic. Zeitung vom Verein für Heilkunde in Preussen 1842, 11. Ich habe das Original nachgesehen; dasselbe giebt aber keine weiteren Einzelheiten.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21059007_0014.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


